Einweihung am Volkstrauertag in Zennern – Folgen von Krieg und Gewalt nicht vergessen

Ehrenmal steht nun auf dem Friedhof

Feierstunde: Die Einweihung des Ehrenmals in Zennern am Volkstrauertag. Foto: privat

Zennern. In Zennern gibt es ein neues Ehrenmal auf dem Friedhof hinter der Kirche. Am Volkstrauertag fand dort eine Gedenkfeier statt. Zwei Soldatinnen des Fachsanitätszentrum Fritzlar hielten die Ehrenwache, und Pfarrer Bernt Loose predigte.

Auch Waberns Bürgermeister Günther Jung erinnerte an die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus. Der stellvertretende Vorsitzende des VdK-Ortsvereins Zennern, Jürgen Volkmann, betonte, dass der Volkstrauertag notwendig sei, denn er gebe den Menschen die Möglichkeit, inne zu halten und sich wieder einmal an die Folgen von Krieg und Gewalt zu vergegenwärtigen. Aus der Geschichte habe man gelernt, dass Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit untrennbar zusammen gehörten. Bürgermeister Jung und der stellvertretende VdK-Vorsitzende Jürgen Volkmann legten Kränze zu Ehren der Opfer von Gewalt und Krieg am Denkmal nieder.

Die Gedenkfeier wurde von dem Gesangsverein Zennern unter der Leitung von Waldemar Krein mitgestaltet. Das Ehrenmal in Zennern wurde nach dem Ersten Weltkrieg errichtet. 1922 einigte man sich auf den Standort am Tanzplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg und seinen schrecklichen Folgen wurde das Ehrenmal erweitert – die Namen der Gefallenen, Verstorbenen und Vermissten wurden hinzugefügt.

Restauriert und umgebaut

1985 wurde das Ehrenmal restauriert und umgebaut. Seither prangt im Mittelteil eine Bronzetafel mit den Namen der Opfer aus beiden Weltkriegen.

Während der Dorferneuerung wurde nun das Ehrenmal versetzt und auf dem Friedhof aufgestellt.

Eine Schale zur jahreszeitlichen Bepflanzung wurde auf den Platz vor dem Ehrenmal gestellt und jeweils ein Baum zur rechten und linken Seite gepflanzt. (red)

Quelle: HNA

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