Edeka-Markt: Gemeinde Morschen klagt gegen Neubau in Heinebach

Eilantrag wurde abgelehnt

Herbert Wohlgemuth

Morschen/Alheim. Ein Eilantrag der Gemeinde Morschen gegen die Baugenehmigung des bereits im Bau befindlichen Edeka-Marktes in Alheim-Heinebach ist vom Verwaltungsgericht Kassel erneut abgelehnt worden.

Damit wurde auch die zweite Klage im Verwaltungsstreitverfahren in allen Punkten als unbegründet zurückgewiesen, teilte der Alheimer Bürgermeister Georg Lüdtke mit.

Sein Morschener Kollege Herbert Wohlgemuth kündigte auf Nachfrage der HNA am Donnerstag an, weiterhin alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen zu wollen, um die Ungleichbehandlung in dieser Sache auszuschließen.

Verstoß nicht zu erkennen

Das Kasseler Verwaltungsgericht führte aus Sicht Lüdtkes dagegen aus, dass ein Verstoß gegen das interkommunale Abstimmungsgebot nicht zu erkennen sei. Es folgte nicht der Kritik des von der Gemeinde Morschen vorgelegten Einzelhandels-Gegengutachtens an dem Gutachten der Gemeinde Alheim.

Laut Lüdtke führte das Gericht aus, dieses Gegengutachten sei nicht so überzeugend, dass damit die Prognose im Alheimer Gutachten als widerlegt angesehen werden müsse.

Kaufkraftabfluss

Festzuhalten sei zudem, dass der Edeka-Markt in Morschen als Selbstversorgermarkt der Bürger der Gemeinde Morschen dienen sollte. Selbst ein Kaufkraftabfluss von 14 Prozent, wie für die Gemeinde Morschen prognostiziert, führe nicht zwingend zur Unzumutbarkeit des Marktes für Morschen.

Rückzug?

Man werde jetzt abwarten müssen, ob die Gemeinde Morschen an ihrem Widerstand festhalte oder ob sie auf weitere Rechtsmittel verzichte und auch das Normenkontrollverfahren zurückziehe.

Dieser Weg wäre einer guten nachbarschaftlichen Beziehung und einer interkommunalen Zusammenarbeit mehr als dienlich, sagte Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke. (ank/lgr)

Quelle: HNA

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