Langjähriger Produktionsleiter nimmt Abschied vom Conti-Werk

In der Autoreifen-Fertigung: der scheidende Produktionsleiter Siegfried Lindner (Zweiter von links) mit Holger Friedrich (links) sowie Karsten Sellmann und Nachfolger. Dr. Torsten Dietmann. Foto: Hermann

Wolfhagen. Rund 95 Millionen Autoreifen sind im Korbacher Continental-Werk während seiner Zeit als Produktionsleiter gefertigt worden. Seit dem Jahr 2001 hat Siegfried Lindner diese Funktion inne, am Freitag nimmt der 62-Jährige Abschied von der Conti.

Der Wolfhager tritt in die passive Phase seiner Altersteilzeit ein.34 Jahre hat Lindner in der Autoreifenproduktion des Korbacher Werks gearbeitet. In dieser Zeit wurden geschätzte 250 Millionen Pneus gefertigt. Etwa 1000 Beschäftigte schaffen heute 34.500 Stück am Tag. Als er 1978 in den Betrieb einstieg, waren es gerade 17.000 Reifen pro Tag. „Was sich da an Effizienz entwickelt hat, ist einfach unglaublich“, sagt Lindner.

Nach der Werkzeugmacher-Lehre im elterlichen Betrieb in Niestetal-Sandershausen und anschließendem Maschinenbau-Studium an der Universität Kassel stieg Lindner 1978 bei der Conti in Korbach ein. „Ich blieb 34 Jahre treu und habe keinen Tag bereut.“

Zunächst Ingenieur und „Rundlaufbeauftragter“, wurde er bereits ein Jahr später Abteilungsleiter Materialvorbereitung und leitete bis 2001 – als ihm die Pkw-Reifen-Produktionsleitung übertragen wurde – drei weitere Abteilungen. Gummi/Kautschuk habe es in sich, meinte Lindner. Der Werkstoff verhalte sich je nach Temperatur äußerst vielfältig. Damit umzugehen und einen Reifen zu bauen, der ohne Probleme vom Band läuft, sei eine „Herausforderung ohne Ende“ gewesen.

Prozesse optimiert

Die Prozesse zu optimieren und Zusammenarbeit zu verbessern, das habe ihm Spaß gemacht. Er habe seiner Kreativität freien Lauf lassen können. Aber, so Lindner: „Man braucht ein gutes Team.“

Als Ruheständler will sich der Fußball- und Windsurfing-Begeisterte mehr noch als bislang seinen sportlichen Hobbys widmen.

Zeit für die Hunde

Mit seiner Frau wolle er sich mehr um die Tiere – zwei Hunde – kümmern. Beim FSV Wolfhagen kickt er noch in der Ü 50-Alte-Herren-Truppe.

Siegfried Lindner: „Langweilig wird es mir bestimmt nicht.“

(aha)

Quelle: HNA

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