Es entsteht Platz für Wohnen und Gewerbe

Ein Hektar für Gewerbe: Baugebiet Gänsegarten in Guxhagen soll doch bis ICE-Trasse erschlossen werden

Gemeinde Guxhagen mit Kloster Breitenau
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In Guxhagen sind Gewerbeflächen Mangelware

Flächen für Gewerbe sind in Guxhagen Mangelware. Doch jetzt soll sich wieder eine Chance für Gewerbetreibende, die sich in der Fuldagemeinde niederlassen wollen, bieten.

Guxhagen - Im Baugebiet Gänsegarten III, das ab diesem Jahr erschlossen werden soll, sollen nicht nur Flächen für Wohnbebauung, sondern auch Grundstücke zur gewerblichen Nutzung geschaffen werden. Rund 3,2 Millionen Euro wird die Gemeinde für die Erschließung und den Grunderwerb der Flächen ausgeben. Neben einem reinen Wohngebiet, das an die vorhandene Wohnbebauung anschließt, sowie ein Mischgebiet, will die Gemeinde außerdem auch das letzte Grundstück vor der ICE-Trasse erwerben, um eine Fläche zur reinen Gewerbenutzung vorzuhalten.

Das Grundstück ist etwa 10.000 Quadratmeter groß. „Ich könnte mir das Grundstück etwa als Lagerfläche für ein mittelständisches Unternehmen vorstellen“, sagt Bürgermeister Edgar Slawik. Beispielsweise für einen Handwerksbetrieb. Die Fläche befinde sich zwar etwas in Hanglage, man habe aber an diesem Standort direkt an der Kreisstraße eine äußerst gute Anbindung nach Kassel.

Geplant ist eine Zufahrt direkt von der Kreisstraße. Jedoch sei die Gemeinde derzeit noch in Verhandlungen mit Hessen Mobil, um zu klären, an welcher Stelle genau sich die Einfahrt befinden soll, sagt Slawik. Denn vorgesehen ist derzeit eine Zufahrt, die von der Kreisstraße durch das Wohngebiet und dann ins Misch- und schließlich ins reine Gewerbegebiet führt. Jedoch seien Bedenken geäußert worden, dass sich die künftigen Bewohner dann durch möglichen Anlieferungsverkehr gestört fühlen könnten.

Deshalb ist der Wunsch der Gemeinde, dass die Zufahrt weiter in Richtung ICE-Trasse gebaut wird, erklärt Slawik. Jedoch sei das Ergebnis der Verhandlungen mit Hessen Mobil noch offen. Gegen die Verschiebung spreche ein kleiner Knick in der Kreisstraße. Für die Einrichtung einer Linksabbiegerspur muss allerdings eine ausreichende Sicht sichergestellt sein. Aber noch sei alles offen, sagt Slawik.

Ende dieses Jahres, aber spätestens Anfang 2022 soll die Gewerbefläche zur Verfügung stehen. Der Vorschlag der Gemeindeverwaltung sah eigentlich vor, zunächst lediglich die knapp 24.000 Quadratmeter große Fläche zu kaufen, die ans bestehende Wohngebiet anschließt. Die 10.000 Quadratmeter vor der ICE-Trasse sollten zunächst von der Erschließung unberührt bleiben. Laut Bürgermeister Edgar Slawik hatten die Fraktionen der Gemeindevertretung darauf hingewirkt, dass das komplette Gelände erschlossen werden soll. Ein rechtsgültiger Bebauungsplan liege noch nicht vor, die Vorarbeit sei aber zu drei Vierteln abgeschlossen. Die Verhandlungen mit den Eigentümern der Flächen seien zu Ende geführt worden.

Für die Wohngrundstücke gebe es eine lange Liste von bauwilligen Interessenten. Nach welchen Kriterien die Gemeinde die Grundstücke vergeben wird, müsse noch politisch entschieden werden.

Weitere Informationen: Interessierte Gewerbetreibende melden sich bei Bürgermeister Edgar Slawik, 056 65/94 99 14

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