Die Bilanz der Freibäder: Saison 2012 war eher durchwachsen

Wolfhager Land. Traurig, aber wahr: Der Sommer ist so gut wie vorbei. Für die Meterologen hat der Herbst bereits am 1. September begonnen. Für die beiden letzten geöffneten Freibäder im Wolfhager Land, in Wolfhagen und Habichtswald, endet am Sonntag die Saison, alle anderen sind bereits geschlossen.

Die Saison beschreiben die Mitarbeiter fast aller Schwimmstätten als „durchwachsen“.

Das Freibad in Niederelsungen hatte 2012 etwa 6500 Besucher. Das ist in etwa der gleiche Stand wie im vergangenen Jahr. Die Verwaltung will die Kosten für die Besucher weiter so gering wie möglich halten. Das könnte zum Beispiel funktionieren durch mehr freiwillige Mitarbeiter oder einen energiesparenden Umbau.

Die Saison in Zierenberg sei besser gewesen als 2011, sagte Werner Both aus dem Bauamt. Um gut 4100 auf 21.600 Gäste habe sich die Zahl gesteigert. Seit die Sportstätte 1998 grundlegend saniert worden sei, seien die Besucherzahlen kontinuierlich gestiegen. Für durchschnittlich 22 bis 23 Grad warmes Wasser sorgt die Absorberanlage auf dem Dach.

„Minimal besser als vergangenes Jahr“ verlief der Sommer im Schwimmbad in Wolfhagen. 18.000 Besucher waren während der Öffnungszeiten gekommen. Um kostendeckender arbeiten zu können, mussten die Eintrittspreise um 20 Cent erhöht werden. Deutlich mehr Besucher als im Vorjahr, nämlich fast 9000, hatte das Freibad in Sand/Merxhausen. Auch dort gab es eine konstante Temperatur von 23 Grad zum Schwimmen, an besonders sonnigen Tagen war es aber auch schon mal 26 Grad warm.

Das Schwimmbad in Naumburg hat eine durchwachsene Saison zu vermelden. Knapp 6800 Besucher waren über die Sommermonate zum Schwimmen gekommen. Das war nichts im Vergleich mit dem Bombenjahr 2010 mit knapp 18.000 Besuchern. In Heimarshausen gleicht das Saisonergebnis dem von 2011: rund 5000 Besucher. Dort stehen noch die Sanierungen des Beckens und des Dachs an.

Im Waldschwimmbad Balhorn sei die Saison „sehr bescheiden“ verlaufen, sagte Markus Becker, der Vorsitzende des Fördervereins, der sich dort um vieles kümmert. An wenigen sonnigen Tagen seien zwar mal 250 Besucher im Bad gewesen. Insgesamt seien es aber wohl nur um die 3000 Schwimmer gewesen. Viele Jahreskartenbesitzer waren dabei, da der Förderverein diese mit einem „Frühbucherrabatt“ bereits im April verkauft hatte.

Knapp 35.000 Besucher zählte Jan Herbst, Fachangestellter für Bäderbetrieb im Bad im Habichtswald. Er habe den Großteil der Saison als „mau“ erlebt, oftmals gab es nur zweistellige Besucherzahlen. „Richtig gerockt hat es an einem warmen Sonntag. Da waren 2205 Besucher da.“ Profitiert habe das Bad von seinen längeren Öffnungszeiten.

Von Friederike Schockenhoff

Quelle: HNA

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