500 Gäste besuchten das Reformationsfrauentreffen in Schwarzenborn

Schwungvoll: Das Thema Gesundheit und Heilung beleuchtete das Team um Pfarrerin Gloria Dück (unten, ganz rechts) aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei kamen die Frauen in Bewegung. Musikalisch gestalteten Bläser die Nachmittage. Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Zum Reformationsfrauentreffen hatte der Kirchenkreis Ziegenhain für Mittwoch und Donnerstag in die Kulturhalle nach Schwarzenborn eingeladen: 500 Damen kamen, um sich gemeinsam auf Gott zu besinnen.

Das Treffen stand unter dem Thema „Und ER rührte sie an“ – im biblischen Kontext lenkten Pfarrerin Gloria Dück, Beauftragte für Frauenarbeit im Sprengel Hersfeld, Pfarrer Karin Schwalm aus Olberode sowie das Vorbereitungsteam den Blick auf das Thema Gesundheit und Krankheit, Heilung und Zuversicht.

Jedem Menschen wohne wohl eine Sehnsucht inne, heil zu sein, sagte Dück: „Vieles im Leben ist Unheil – Außen wie Innen.“ Heilung sei jedoch mehr als das bloße Verschwinden der Symptome. „Menschen sehnen sich danach, an Leib und Seele gesund zu sein.“ Dabei sei Gesundheit so lange selbstverständlich, wie es einem gut gehe. Als Beispiel zum Gesunden und Heilwerden nannte Dück Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“. Dabei sei der Begriff Heilwerden vielschichtig: „Wir werden heil, wenn wir in guten Beziehungen zueinander stehen“, sagte die Pfarrerin.

Dass Menschen Gesundheit häufig erst dann würdigten, wenn man ernstlich krank sei, bewiesen die Frauen des Teams im Schauspiel eines afrikanischen Märchens. Darin begegnete das Leben immer wieder Kranken und heilte sie. Als es jedoch sieben Jahre später als eben jene Krankheit zurück kehrte und bei den Geheilten um Obdach bat, hatten die längst vergessen, dass es ihnen einst selbst schlecht ergangen war. „Nur wer sich daran erinnert, den Blick auch für andere zu haben, wird heil“, erklärte Dück. Das Märchen stelle eine Parallele zur Heilung der zehn Aussätzigen in der Bibel dar.

Musikalisch gestaltet wurden die Nachmittage von Bläsern unter der Leitung von Fritz Falk-Rolke, dem Quartett Harmonie unter der Leitung von Else May aus Schrecksbach sowie dem Chor A und O unter der Leitung von Renate Fröhlich aus Olberode. Dekan Christian Wachter machte deutlich, dass auch ein Ordnungsprinzip eine heilende Wirkung haben könne. „Es geht darum, Kräfte in sich zu erkennen und zu mobilisieren.“ Das funktioniere etwa besonders gut auf Pilgerreisen. Diese Möglichkeit werde es demnächst im Kirchenkreis geben. Geplant sei ein begehbarer Katechismus. Der soll ab März in fünf Kirchen – in Treysa, Loshausen, Trutzhain, Niedergrenzebach und Ziegenhain – installiert sein und an die Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung erinnern.

Gelegenheit zum Gespräch

Diesem Projekt floss ein Teil der Kollekte des Reformationsfrauentreffens zu. Geld ging weiterhin an ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge an der syrisch-libanesischen Grenzen, die dringend Prothesen brauchen sowie an ein Kinderhospiz in Wiesbaden. Zwischen dem Lauschen, Singen und Beten gab es für die Frauen in einer Kaffeepause noch die Gelegenheit zum Gespräch.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare