Verbot bisher von Autofahrern ignoriert

Einbahnstraße am Homberger Bindeweg soll der Sicherheit der Schüler dienen

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Nur noch Platz für ein Auto: Um deutlich zu machen, dass die Einfahrt in den Bindeweg von der Ziegenhainer Straße kommend verboten ist, wurden zusätzlich Barken aufgestellt. 

Homberg. Die neue Verkehrsführung am Bindeweg in Homberg wird von vielen Autofahrern nicht beachtet: Sie biegen von der Ziegenhainer Straße nach links in den Bindeweg ab, obwohl das die Beschilderung als Einbahnstraße verbietet.

Weil die Kreuzung Drehscheibe zurzeit zu einem Kreisverkehr umgebaut wird und deshalb gesperrt ist, endet für viele Verkehrsteilnehmer ihre Fahrt in der Sackgasse am Ende der Ziegenhainer Straße. Sie müssen wenden und wieder zurückfahren. „Die Verkehrsführung im Bindeweg wurde im Vorfeld mit der Polizei besprochen und abgestimmt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Leider werde sie nicht von allen Verkehrsteilnehmern beachtet beziehungsweise akzeptiert.

„Zum Teil wurden sogar die aufgestellten Verkehrszeichen umgedreht und aus den Aufstellvorrichtungen entwendet und ganz entfernt“, schreibt Uwe Dittmer aus dem Rathaus. So etwas sei kein Scherz, sondern könne unter Umständen im schlimmsten Fall sogar den Straftatbestand eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr begründen.

Stadt: „Keine willkürliche Maßnahme"

Die Stadtverwaltung weist deshalb nochmals darauf hin, dass die Notwendigkeit der Einbahnstraßenregelung vom Bindeweg in Richtung Ziegenhainer Straße keine willkürliche Maßnahme sei, sondern der Verkehrssicherheit diene.

„Sie ist hauptsächlich der Sicherheit der mehr als 1000 Schüler, die nach den Osterferien wieder den Bindeweg nutzen, geschuldet“, heißt es weiter. Bei einem Verkehrsaufkommen von etwa 8000 Fahrzeugen, die im Normalfall den Kreuzungsbereich Drehscheibe befahren, sei zu befürchten gewesen, dass sich der Verkehr im Bindeweg durch die Sperrung der Drehscheibe deutlich erhöhen wird. Ortskundige Verkehrsteilnehmer würden im Falle einer Verkehrsbeschränkung immer den kürzesten befahrbaren Weg zu ihrem Ziel nutzen.

„Wir möchten deshalb alle Verkehrsteilnehmer nochmal darauf hinweisen, die Beschilderung zu beachten, um die Verkehrssicherheit nicht zu gefährden“, betont Uwe Dittmer. 

Quelle: HNA

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