Chansonabend: Duo Pfeffer und Likör begeisterte das Gilserberger Hochland

Einblicke in die Frauenseele

Musik und Schauspielerei: Claire Raiber (links) und Kristin de Oliveira hießen das Publikum in ihrem Salon der 1920er-Jahre willkommen. Foto: Mühling

Gilserberg. Erwartungsvoll versammelten sich am Samstagabend 150 Gäste im ausverkauften Saal des Landgasthofes Steller in Gilserberg zu einem Chansonabend der besonderen Art. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Die beiden Musikerinnen Kristin de Oliveira und Claire Raiber entführten auf unterhaltsame Weise ihr Publikum in das Berlin der 1920er- Jahre. Manchmal kokett, manchmal bierernst und manchmal auch mit leisen Tönen erzählten sie kleine Geschichten über mondäne Damen, sinnierten über die Beziehung zwischen Mann und Frau und berichteten über die Erlebnisse einer Barfrau.

Dabei waren allein die Stimmen, die nicht unterschiedlicher sein konnten und doch anrührend harmonierten, ein Genuss. Der fliegende Wechsel am Piano während eines Liedbeitrages unterstrich die Virtuosität der beiden Musikerinnen. Lieder wie „Benjamin, ich hab nichts anzuziehen!“ oder „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ gaben tiefe Einblicke in die Seele der Frau.

„Hier werden Wahrheiten gelassen ausgesprochen,“ beschrieb Pfarrer Siegfried Kneschke aus Lischeid begeistert den Abend. Den beiden Musikerinnen merkte man an, dass sie sich auf der Bühne im Gilserberger Hochland wohl fühlten.

In kürzester Zeit hatten sie das Publikum in ihren Bann geschlagen. Jedes Lied wurde mit kräftigem Applaus belohnt, und der Aufforderung zum Mitsingen kam man gern nach.

Nach 90 Minuten bester Unterhaltung ließ das Publikum das Duo nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen. Mit „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ verabschiedeten sich die beiden. Wer mehr von Pfeffer und Likör hören möchte, muss sich bis Herbst gedulden, das Duo verabschiedete sich mit diesem Chansonabend in die Babypause.

Von Isa Mühling

Quelle: HNA

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