Einbrüche für Drogensucht: 30-Jähriger muss zwei Jahre ins Gefängnis

Schwalmstadt. Zwölf Mal war ein 30-Jähriger in der Region in verschiedene Vereinsheime, Gaststätten und andere Geschäfte eingebrochen. Er musste sich nun vor dem Amtsgericht Schwalmstadt für seine Taten verantworten.

Der Angeklagte aus dem Landkreis Fulda gab in der Verhandlung an, durch die Einbrüche seine Drogensucht finanziert zu haben.

Der Mann wurde zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. Staatsanwaltschaft und Angeklagter akzeptierten das Urteil, wodurch es umgehend rechtskräftig wurde.

Dem 30-Jährigen wurden Einbruch und Diebstahl zur Last gelegt. Gemeinsam mit einem Bekannten brach er in der Zeit vom Oktober 2012 bis zum Januar 2013 unter anderem in einen Lebensmittelmarkt in Schrecksbach ein. Dort erbeuteten sie Zigaretten im Wert von 500 Euro. Drei Mal war es lediglich bei dem Versuch geblieben.

Der Angeklagte und sein Mittäter zerstörten Türen und Fenster, bei ihren Einbrüchen entstand regelmäßig Schaden. Einmal sollen sie sogar ein Starkstromkabel zerschnitten haben. Sie erbeuteten auf ihren Diebestouren große Mengen an Getränken, Lebensmittel, Geld und elektronische Geräte. Das Diebesgut wie einen Laptop verkaufte der Angeklagte später. Von diesem Geld kaufte er sich dann Drogen, um seine Sucht zu stillen. Seine Abhängigkeit machte er vor Gericht für seine Handeln mitverantwortlich.

Der Angeklagte hatte vor seinen Taten eine Therapie abgebrochen und befand sich auf der Flucht. Denn dem Gericht war der junge Mann kein Unbekannter, mehrmals war er straffällig und auch verurteilt worden. Er wollte sich einer Drogentherapie unterziehen, um damit einer Jugendstrafe entgehen zu können. Unterschlupf hatte er nach dem Abbruch der Therapie bei seiner Mutter gefunden. Dort habe er auch seinen Mittäter, einen Bekannten seiner Mutter, kennengelernt.

In der Befragung vor Gericht gab er an, bereits im Alter von zwölf Jahren Drogen konsumiert zu haben. Durch seine langjährige Abhängigkeit leide er unter einer schweren psychischen Störung.

Mit etwas Abstand erkenne er erst jetzt das Ausmaß seiner Taten, sagte er 30-Jährige vor Gericht. Rückblickend bedaure er seine Taten, würde sich gern persönlich bei den Geschädigten entschuldigen. Der Mann plant jetzt eine erneute Therapie.

Das Gericht berücksichtigte bei seinem Urteil, dass der Verurteilte sehr kooperativ gegenüber der Polizei gewesen sei. Er habe nichts bestritten und dazu beigetragen, Unklarheiten vereinzelter Tatabläufe aufzuklären, bestätigte ein Polizist in seiner Zeugenaussage.

Da die Gefahr einer erneuten Straftat sehr hoch sei, stand eine Strafe auf Bewährung für den Richter allerdings nicht zur Diskussion. Auch der Mittäter wurde in einem gesonderten Gerichtsverfahren für die gemeinsamen Straftaten verurteilt.

Quelle: HNA

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