Einbußen bei der Ernte: Für die Gerste kam der Regen zu spät

Wolfhager Land. Rund um Naumburg liefen am Dienstagnachmittag die Mähdrescher auf vollen Touren. Vor dem für den Abend angekündigten Regen wollte man die reife Wintergerste einbringen. Die Wintergerste ist die erste Frucht, die von den Landwirten geerntet wird.

Im Wolfhager Land wurde mit der Ernte an günstigen Standorten schon am vergangenen Wochenende begonnen, sagte gestern Johannes Gerhold vom Kreisbauernverband. Und so unterschiedlich der Reifegrad an den verschiedenen Standorten sein kann, so unterschiedlich können auch die Erträge ausfallen.

„Es ist eine Frage des Wassers“, sagt Gerhold. Im Bereich von Balhorn und Martinhagen hatten die Bauern Glück gehabt, dort habe es zwischendurch immer mal wieder kleinere Schauer gegeben. Dementsprechend werde man dort auch eine normale Ernte einfahren.

Anders sehe es an den Trockenstandorten aus, etwa unterhalb des Bärenberges. Dort gebe es die größten Einbußen im Wolfhager Land, der Ertragsverlust liege bei 30 Prozent. „Der Regen kam zu spät“, sowohl für die Gerste, bei der man im Wolfhager Land insgesamt mit einem unterdurchschnittlichen Ergebnis rechnet, als auch für den Raps, der nach der Wintergerste als nächste Frucht geerntet wird. (nom)

Quelle: HNA

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