Ortsvereine haben sich zusammengeschlossen

Eine SPD für alle Oberaulaer Ortsteile

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Der Vorstand des neuen SPD-Ortsvereins Oberaula: (von links) Anke Pfaff, Holger Hehr, Marianne Hühn, Rico Lipphardt, Roland Hühn, Jörg Albert, Hans-Joachim Schneider, Daniel Herget und Gerd Conradi.

Oberaula. In Oberaula gibt es jetzt einen SPD-Ortsverein für die Großgemeinde. Er wurde kürzlich in einer Mitgliederversammlung gegründet. Zuvor hatten die in den Ortsteilen bisher bestehenden Ortsvereine einem Zusammenschluss zugestimmt.

Der Zusammenschluss soll die Sozialdemokraten stärken, ohne dabei die Nähe zu den Ortsteilen zu verlieren. Deshalb wurden stellvertretende Vorsitzende gewählt, die jeweils einen Ortsteil betreuen und dort als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Einstimmig wurde Roland Hühn zum neuen Vorsitzenden des Ortsvereins Oberaula gewählt. Holger Hehr und Marianne Hühn berichteten den Mitgliedern aus der Fraktionsarbeit der SPD in der Gemeindevertretung Oberaula. Beide übten heftige Kritik an der Mehrheitsfraktion der CDU und der Arbeit des Bürgermeisters.

Mangelnde Einbindung der SPD und blindes Befolgen der Vorlagen des Gemeindevorstandes zeigten immer wieder die Inkompetenz, die zu Fehlern in der Arbeit und den Beschlussfassungen führe, heißt es in einer Pressemitteilung. Verdeutlicht werde dies an dem aus Sicht der SPD rechtswidrigen Bebauungsplan „Ferienpark Hausen“. Fehlende Rechtskenntnisse des Bürgermeisters hätten neue Beschlüsse in der Vertretung notwendig gemacht und seien dort als Lappalien verkauft worden. Die gescheiterte Wahl von Schöffen werde seitens des Bürgermeisters nicht als eigenes Fehlverhalten eingestanden, sondern der SPD in die Schuhe geschoben.

Vorschläge und Ratschläge der SPD würden von der CDU und dem Bürgermeister nicht angenommen. Deshalb müsse die SPD kontrollieren und öffentlich auf die Fehler hinweisen. „Die Aufgabe einer Opposition kann es aber nicht sein, ohne Einbindung in die Entscheidungen, Transparenz und wahrheitsgemäße, umfassende Information allen Fehlern zuzustimmen. Demokratie lebt von der Kontrolle der Mehrheit durch die Minderheit, um Machtmissbrauch zu verhindern“, so Hühn in der Pressemitteilung weiter. „Diese Rolle hat die SPD-Fraktion gefunden und angenommen. Das hat die Fraktion in ihrem Selbstverständnis gestärkt,“ schloss Holger Hehr die Berichte ab. (red/jce)

Quelle: HNA

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