Fritzlarer Hilfswerk Global-Care will in Nepal ein neues Haus der Hoffnung errichten

Eine Chance für Kinder

Gute Stimmung im Haus der Hoffnung: In Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, betreibt die Partnerorganisation von Global-Care das House of Hope für Straßenkinder. 30 Mädchen leben inzwischen dort. Reinhard Berle und seine Frau (hinten Mitte) besuchten die Einrichtung kürzlich. Global-Care will weiter für Kinder in Nepal arbeiten und ein neues Haus errichten. Fotos: nh

Fritzlar/Kathmandu. Niemand kennt die genauen Zahlen, aber es werden wohl 60 000 Kinder sein, die im Himalayastaat Nepal auf der Straße leben. In einem der ärmsten Länder der Welt leiden vor allem die Kinder unter den Folgen von jahrelangem Bürgerkrieg und beständigen politischen Unruhen. Mangelernährung und Untergewicht führen zu einer hohen Kindersterblichkeit.

Seit vielen Jahren engagiert sich das Kinderhilfswerk Global-Care mit Sitz in Fritzlar auch in dieser Region und kümmert sich um seine Klientel, die Kinder. Reinhard Berle, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, besuchte vor kurzem die nepalesische Region und stattete dem „House of Hope“, dem Haus der Hoffnung in Kathmandu, einen Besuch ab.

„Unzählige Kinder in Nepal haben niemals die Geborgenheit einer Familie erlebt“, beschreibt Berle die Situation. Deshalb sei es Ziel des Kinderhilfswerks, durch Patenschaften in den Familien den Kindern diese Geborgenheit zu vermitteln.

In Kathmandu betreibt die Partnerorganisation von Global-Care ein House of Hope für Straßenkinder. 30 Mädchen erleben dort nach dem Verlust ihrer Eltern oder einem Leben auf der Straße neue Zuversicht. Heitere Fröhlichkeit durchzieht das Haus und eröffnet den jungen Menschen echte Chancen für eine bessere Zukunft.

Aber noch immer warten viele Kinder auf die helfende Hand für ihr Leben: • Schätzungsweise jedes dritte Kind ist von Kinderarbeit betroffen. • Tausende nepalesische Mädchen werden jährlich Opfer von Kinderhandel und sexueller Ausbeutung. • Das Grundrecht auf Bildung wird unzähligen Kindern vorenthalten. Die Zahlen der Einschulungen liegen oftmals nur bei 30 Prozent. • Etwa 60 000 Straßenkinder vegetieren auf den Straßen der großen Städte, überwiegend in Kathmandu. Sie leben von Diebstahl, Drogen und Prostitution.

Um dieser Not nachhaltig zu begegnen, plant das Kinderhilfswerk ein weiteres Haus der Hoffnung. Die neue Einrichtung soll in Surkhet, einer der ärmsten Regionen Nepals, entstehen. Surkhet liegt 400 Kilometer westlich von Kathmandu. Für 24 Kinder soll die neue Einrichtung ein zu Hause bieten.

Um das Projekt zu verwirklichen, müssen etwa 3500 Euro pro Kind aufgebracht werden. „Für die langfristige und nachhaltige Hilfe eines jungen Menschen sicher eine gute Investition“, ist sich Reinhard Berle sicher.

Global-Care ist seit 34 Jahren in mittlerweile 20 Entwicklungsländern auf vier verschiedenen Kontinenten tätig. In der Motivation christlicher Nächstenliebe werden hilfebedürftige Menschen unabhängig von Geschlecht, Rasse, Religion und politischer Bindung betreut. (red)

Information: Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care, Georgengasse 9, 34560 Fritzlar, Tel. 05622/6160, Internet: www.kinderhilfswerk.d

Spendenkonto: VR-Bank Schwalm-Eder, BLZ 520 626 01, Konto 21 21 21.

Quelle: HNA

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