3. Weinfest schloss sich an

Das Herzstück von Hold-Henners Hus wurde eingeweiht

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Volles Haus: Klaus Seewald (Mitte), ehrenamtlicher Geselle im vereinseigenen Backhaus, freute sich wie der weitere HuGV-Vorstand über die vielen Besucher zur Deeleneinweihung von Hold-Henners-Hus.  

Wettesingen. Aus alt und baufällig machte der Heimat- und Geschichtsverein Wettesingen (HuGV) neu und brauchbar. Dazwischen liegen fast 12.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden an einem immerhin 362 Jahre alten Haus.

Hold-Henners Hus, der künftige kulturelle Mittelpunkt des Ortsteils, ist zwar noch nicht vollständig saniert. Mit der Einweihung des Herzstücks aber, der neugestalteten alten Deele mit Wohlfühlcharakter, am Samstag bog der HuGV nach mehr als drei harten Baujahren in die Zielgerade ein.

Nur wenige Gewerke mussten an Fachbetriebe vergeben werden, beim überwiegenden Teil der Sanierungsarbeiten legte der Bautrupp aus Freiwilligen selbst Hand an. Immer stand dabei die Anwendung traditioneller Handwerkstechniken im Mittelpunkt. Historisches Material wurde aufbereitet und verbaut, wo immer dies möglich war. Den Beginn markierte der Abbruch des alten Pferdestalls. „Ab diesem Tag vertreiben wir uns hier unsere Zeit“, sagte HuGV-Vorsitzender Hermann Rappe. Eine Dia-Show führte den beeindruckten Besuchern den mühsamen Weg von der einstigen Ruine zum heutigen Schmuckstück in der Unteren Straße noch mal vor Augen.

Die dank eines verglasten Portals Licht durchflutete Deele bietet Raum für größere Treffen und Veranstaltungen. Zur Behaglichkeit trägt auch die erst jüngst fertiggestellte Galerie bei, die ebenfalls Sitzgelegenheiten bietet.

„Hiermit haben Sie einen Volltreffer gelandet.“

Von einem Paradebeispiel für Gemeinsinn sprach der Kreisbeigeordnete Wilfried Wehnes, der dem Verein und den Wettesingern zu ihrem beispielhaften Projekt im Namen der Kreisgremien gratulierte. „Hiermit haben Sie einen Volltreffer gelandet“, sagte Wehnes. Die ländlichen Strukturen benötigten eine gesunde und zukunftsfähige Entwicklung, Hold-Henners Hus sei hier ein beispielhaftes Projekt.

Vieles breche heute weg im dörflichen Leben, umso wichtiger sei es, dass in Wettesingen ein solches Haus für Begegnungen entsteht, würdigte auch Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann den Erfolg des von der Gemeinde bei seinem Vorhaben weitreichend unterstützten Vereins. Außergewöhnliches sei entstanden, „worauf wir alle stolz sein können“.

In den kommenden Wochen werden der Einbau der restaurierten Fenster an der Straßenseite sowie im Inneren der Ausbau des Treppenhauses und des Dorf-Cafés im Dachgeschoss folgen. Die Einweihung von Hold-Henners Hus insgesamt ist im kommenden Jahr zu erwarten.

An die offizielle Feier zur Fertigstellung der Deele schloss sich am Samstagabend in und vor Hold-Henners Hus das dritte Wettesinger Weinfest an.

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

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