Ev. Gemeinschaft Homberg verabschiedete Thomas Jeising

Eine innere Freude

Wechselt von der Pastorenstelle in die Verlagsleitung: Thomas Jeising von der Evangelischen Gemeinschaft Homberg geht beruflich neue Wege. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. „Sie können sich schon mal auf ein paar Jährchen Arbeit hier einstellen: Wir Homberger brauchen Zeit, um Vertrauen aufzubauen“. Mit dieser deutlichen Ansage aus den Reihen seiner Gemeindeglieder trat der gebürtige Ruhrpottler Thomas Jeising vor 15 Jahren sein Pastorenamt bei der Evangelischen Gemeinschaft in der Kreisstadt an.

Was sich langsam, aber beständig aufbaute, endete in der bisherigen Konstellation am Sonntag: Mit einem Festgottesdienst verabschiedete die Gemeinschaft Jeising als hauptamtlichen Pastor – und kann zugleich als ehrenamtliches Gemeindeglied auch weiterhin auf ihn zählen.

„Ich gehe nicht fort aus Homberg: Die Stadt ist für mich und meine Familie zur Heimat geworden“. So bleibe ihm glücklicherweise der herzliche Kontakt zu den Gemeindegliedern erhalten, betont der gebürtige Essener.

Beruflicher Wechsel

Hauptberuflich jedoch geht Jeising als Verlagsleiter und bundesweit tätiger theologischer Referent beim „Bibelbund“ neue Wege. Daneben wird er im dezentral organisierten Martin Bucer Seminar die Mitarbeiterausbildung im Seelsorge-Bereich leiten.

„Kirche ist für mich überall dort, wo Menschen im Glauben an Gott zusammenfinden“.

Dass er während seiner Pastorenzeit in Homberg die Evangelische Gemeinschaft, die 1903 als Reformbewegung innerhalb der Evangelischen Kirche in Form von Bibellesekreisen entstand, entscheidend prägte, daran ließen die Gemeindeglieder bei der bewegenden Verabschiedung keinen Zweifel.

Das Ziel seiner Arbeit habe stets darin bestanden, ein lebendiges, aktives Christsein im Austausch mit anderen zu vertreten, sagt Jeising.

Hinsichtlich der heterogenen Struktur der Homberger Gemeinschaft gehöre dazu vor allem das verständnis- und respektvolle Miteinander der Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Ob Deutsche, Migranten oder Asylbewerber: Jedes Gemeindeglied, das den Glauben an Jesus Christus auf der Basis der christlichen Gebote für sich finde, sei ihm eine große Freude. Das gelte auch für das tatkräftige Engagement innerhalb der Gemeinschaft, in der jeder seine Stärken einbringe.

„Die Arbeit lebt von der Beteiligung aller Gemeindeglieder - und ich verstehe mich als eines von ihnen“, betont Jeising. Für seine berufliche Neuorientierung wünscht er sich das, was er auch bislang als größten Schatz empfand: Seine Arbeit stets mit innerer Freude zu tun.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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