Margretha und Heinrich Euler aus Görzhain gaben sich vor 60 Jahren das Jawort

Eine Liebe fürs Leben

Freuen sich auf ihre Gäste: Margretha (84) und Heinrich (87) Euler aus Görzhain feiern das Fest der Diamantenen Hochzeit. Foto: Rose

Görzhain. Margretha und Heinrich Euler kennen sich seit Kindertagen: Die beiden Görzhainer waren schon als Steppkes Nachbarn. Seit 1950 sind ihre Familien auch verwandtschaftlich miteinander verbunden: Margretha und Heinrich Euler gaben sich heute vor 60 Jahren das Jawort.

„Ich schätze Hein als einen sehr friedvollen Menschen“, sagt seine Frau (84). „Und ich kann mich auf sie immer verlassen“, sagt Heinrich Euler (87) über seine Margretha.

Nach der Hochzeit zog das Paar zunächst ins Haus der Eltern des Bräutigams. Vor dem Krieg hatte Heinrich Euler den Beruf des Stellmachers erlernt. Zusammen mit den Eltern betrieb er außerdem Landwirtschaft. 1951 kam der gemeinsame Sohn der Eulers zur Welt, fünf Jahre später die Tochter. Beide wohnen bis heute in Görzhain, der Sohn und die Schwiegertochter mit im Haus. Eulers haben vier Enkelkinder.

1959 zog die Familie innerhalb des Dorfes um: Margrethas Schwiegervater hatte in der Grenffstraße ein neues Haus gebaut. Nach und nach wuchs der Hof auf mehrere Wirtschaftsgebäude an. Die Landwirtschaft gab bei den Eulers den Takt vor.

„Gerade am Anfang musste ständig etwas angeschafft werden“, erzählt Margretha Euler. Gemeinsam mit anderen Görzhainer Landwirten habe man teure Gerätschaften wie Schlepper und Mähdrescher gekauft. Tiere galt es auf dem Hof ebenfalls zu versorgen, der große Nutzgarten musste gehegt und gepflegt werden.

Imkerei und Handarbeit

In seiner Freizeit widmet sich Heinrich Euler der Imkerei, seine Frau strickte mit Leidenschaft Strümpfe und auch Schwälmer Jacken.

Seit 50 Jahren schon betreut der Görzhainer die Gefriergemeinschaft, viele Jahre war er Wassermeister der Wassergenossenschaft. Auch im VdK engagierten sich Eulers über viele Jahre.

Mit dem Eintritt in die Rente übergab das Ehepaar die Landwirtschaft an den Sohn und packte fortan häufig die Koffer, um auf Reisen zu gehen. „Die Fahrten mit dem VdK haben wir sehr genossen – von der Ostsee bis nach Bayern haben wir viel gesehen“, erzählt Margretha Euler.

Heute sind zwar beide nicht mehr so gut zu Fuß. Heinrich Euler ist bereits seit einem Kniedurchschuss im Krieg beeinträchtigt, einen Spaziergang durch den Ort genießt das Paar aber noch regelmäßig. Auch Besuch empfangen Eulers gern. Am morgigen Freitag freut sich das Paar auf Gratulanten: Dann soll das Ehejubiläum im Kreis der Familie gemütlich zuhause gefeiert werden.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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