Gemeinde präsentiert Umbaupläne für Dorfzentrum – Fertigstellung in einigen Jahren

Eine neue Mitte für Besse

Die neue Mitte Besses: Im Vordergrund der ehemalige Edekamarkt und im Hintergrund der Hof Meyl. Repro: AKP/nh

Besse. Das größte Dorf im Schwalm-Eder-Kreis soll eine neue Mitte bekommen: ein Dorfzentrum mit Veranstaltungsraum, Gastronomie und Treffpunkt für jung und alt.

Die Pläne für den Umbau, das Konzept zur Belebung und den Zeitplan präsentierte jetzt die Gemeinde mit dem Planungsbüro Arbeitsgruppe für kommunale Planung (AKP).

„Wir wollen in den kommenden Jahren auch das Areal rund um die Kirche aufwerten.“

Karl-Heinz Färber

Die Gesamtkosten des Umbaus würden sich auf 1,4 Millionen Euro belaufen. „Viel zu viel, als dass wir ohne Fördergeld auskommen würden“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Färber. So schön das neue Konzept sei, mit einer Umsetzung sei realistisch nicht in den kommenden Jahren zu rechnen. „Wir würden die Fertigstellung aber gerne bis spätestens zur 1200-Jahrfeier im Jahr 2017 feiern“, sagt Färber.

Auch wenn der Termin noch in weiter Ferne zu liegen scheint, sei es gut ein solches Konzept in der Schublade zu haben, sagt Heike Brandt vom Planungsbüro. Wer könne schon wissen, wann das nächste Konjunkturpaket kommt. Einzelne Schritte des Umbaus könnten auch bereits vorher umgesetzt werden.

Gebäude verbinden

Die neue Mitte Besses soll den ehemaligen Edeka-Markt und den Hof Meyl miteinander verbinden. Dafür soll der mittlere Teil des Edeka-Gebäudes abgerissen werden (siehe Grafik) und eine sichtbare Verbindung mit dem Hof-Ensemble Meyl geschaffen werden.

In dem nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Hof wäre Platz für Vereine, Jugendarbeit unter Umständen auch für ein Heimatmuseum und vor allem für einen Gastronomiebetrieb. Derzeit gibt es kein Restaurant in Besse. Daher soll der Gastronomiebetrieb auch die Bewirtung für Feste und Veranstaltungen übernehmen.

Die Bäckerei und der Drogeriemarkt bleiben am Standort erhalten. Platz für Dienstleister sei dort außerdem, sagt Färber. Ein größerer Kreativraum könnte als Veranstaltungsraum dienen. In dem Raum soll von Kindergruppen bis Seniorentreffen alles möglich sein. „Die Eigentümer der Gebäude stehen dem Umbau offen gegenüber“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Färber. Das Potenzial für eine abwechslungsreiche Nutzung wäre in dem 3500-Einwohner-Ort sicher vorhanden, sagt Heike Brandt.

Zur Präsentation der Pläne waren am Montag immerhin 85 Teilnehmer ins Gemeinschaftshaus gekommen.

Wesentlich konkreter sind die Planungen zum Ausbau der der Infrastruktur und Sanierung einiger Gebäude am Berge. „Wir wollen in den kommenden Jahren auch das Areal rund um die Kirche aufwerten“, sagt Färber. Ziel des Bürgermeisters: Besse solle als Wohnort noch attraktiver werden.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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