Kunstobjekte aus Holz sollen Stadtbild verschönern – Einwohner können abstimmen

Eine Stadt nimmt Platz

Dieser junge Mann hat schon mal Platz genommen: Richard Turauskas aus Gudensberg ist überrascht, was aus einem Stück Holz zu machen ist. Ihm gefällt der Sessel, den Schneeberger Studenten während eines Kettensägen-Workshops im vergangenen September gefertigt haben. Wo man ihn aber aufstellen könnte, darüber hat er sich noch keine Gedanken gemacht. Fotos: Eberlein

Gudensberg. Die Gudensberger haben jetzt die Wahl: Wo wollen sie sitzen und worauf: Mit der Motorsäge wurden 14 Sitzgelegenheiten aus Holz gefertigt, die demnächst in Gudensberg aufgestellt werden.

Studenten der Abteilung „Angewandte Kunst“ aus Schneeberg im Erzgebirge waren im September 2011 zu einem Workshop in der Kulturhauptstadt des Chattengaus gekommen und hatten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Dabei herausgekommen sind Bänke, Sessel und Stühle, die von der Stadt Gudensberg gekauft wurden und nun einen Platz im Stadtbild finden sollen.

Jetzt sind die Gudensberger gefragt. Noch bis Freitag hat jeder die Möglichkeit, einen Ort in der Stadt vorzuschlagen, an dem er sich das neue Mobiliar vorstellen kann. Dazu liegen im Foyer des Bürgersaals Zettel aus, auf denen jede Sitzmöglichkeit abgebildet wird und auf dem Platz für einen Vorschlag ist.

Die Zusammenarbeit der Stadt Gudensberg mit Studenten aus Schneeberg wird in diesem Jahr fortgesetzt. Es wurden bereits neue Kunstwerke entworfen, die die Innenstadt und das Gebiet um die Obernburg künstlerisch bereichern sollen. 16 Modelle sind ebenfalls bis Freitag im Foyer des Bürgersaals ausgestellt. Auch dafür können Einwohner ihre Stimmen abgeben, so dass sich die Stadt ein Bild davon machen kann, welche Entwürfe gerne gesehen wären. Die Ideen der Studenten reichen vom schlichten Würfel bis hin zur aufwändigen Lichtinstallation. • Kontakt: Ingo Seifert-Rösing, Tel. 05603/9330

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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