Geburtstagskonzert: Der MGV Liedertafel 1830 Homberg feierte am Samstag sein 180-jähriges Bestehen

Eine stimmstarke Harmonie

Homberg. Die Liebe zum Gesang und eine unerschütterliche Kameradschaft: Diese Kombination ist das Geheimrezept für die Erfolgsgeschichte eines der ältesten Chöre im Landkreis.

Am Samstagabend feierte der Homberger Männergesangverein Liedertafel 1830 mit einem zünftigen Geburtstagskonzert sein 180-jähriges Bestehen. Die mehrstündige musikalische Veranstaltung, finanziell getragen von VR-Bank, KSK Schwalm-Eder, KBG und der Firma Sandmüller, begeisterte rund 400 Besucher in der Homberger Stadthalle.

Unter der Gesamtleitung von Chorleiter Erwin Haas ließen nicht nur die Liedertäfler ihre Stimmen erklingen: Mit dem A-capella-Damenquartett „Ladies Voice“ sowie dem Blechbläserensemble der Modellschule Obersberg- und Konrad-Duden-Schule Bad Hersfeld hatten sie zudem weitere musikalische Gäste geladen, die das Publikum unterhielten. Als souveräne Moderatorin begleitete Anja Haverland das Publikum mit lyrischem Wortwitz durch das Programm.

Musikalisch vielseitig präsentierten sich die Gastgeber: Ihr Repertoire reichte von klassisch-romantischen Chorsätzen des österreichischen Komponisten Schubert über Gospel bis hin zu schwungvollen Operettenmelodien.

Lieder von der Sehnsucht

Die zu Gehör gebrachten Inhalte rund um Liebe, Musik und Natur erweiterte die A-capella-Formation Ladies Voice um Themen wie Sehnsucht, Träume und Glück. In stimmstarker Harmonie intonierte das Quartett 60er-Jahre-Evergreens, schipperte mit rauen Seemannsliedern über die Weltmeere, träumte von „Mister Sandman“ und suchte mit Eliza Doolittle „Nur ein Zimmerchen irgendwo“.

Als instrumentaler Glücksgriff erwies sich neben Nachwuchs-Pianist Maximilian Rembiak insbesondere das 25-köpfige schulische Blechbläserensemble aus Bad Hersfeld unter Dirigent Ulrich Meiß. Ihre fetzig-modernen Rock-Pop-Melodien, temperamentvollen südländischen Rhythmen, ein Abba-Medley und Musical-Ohrwürmer wurden vom Publikum mit viel Applaus belohnt.

Das galt auch für Musiklehrer Björn Diehl, der beim „Gummi-Mambo“ seine Trompete an die instrumentelle Grenze brachte. Zugleich zwang er mit erfrischend komödiantischem Talent seine jungen Mitspieler zu ungeahnter Improvisation: Gemäß dem Motto „Musik verleiht Flügel“ ahmte er mitten im Stück per Trompete das Surren einer Fliege nach, die er schließlich auf der Glatze seines Sitznachbarn – musikalisch und tatkräftig – zur Strecke brachte. All das machte den Abend zu einer mitreißenden Feier. ARTIKEL LINKS

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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