Ungewöhnliches Einsatztraining der Feuerwehren und andere Einsatzkräfte

Es war nur eine Übung

Mit Schutzmasken: Ein Auto stand bei der Übung in Flammen.

Gudensberg. Sirenengeheul, Signalhörner, Blaulichter: Zahlreiche Einsatzfahrzeuge schreckten kürzlich die Anwohner in Dissen, Besse und Gudensberg auf. Im Kurvenbereich auf der Straße zwischen Dissen und Besse war ein Auto unter einen 7,5-Tonner geraten. Vier weitere Fahrzeuge waren in den Unfall involviert. Schwerverletzte mussten zum Teil aus den Autos befreit werden. Ein Fahrzeug stand in Flammen.

Doch bei diesem Schreckensbild handelte es sich zum Glück nicht um einen realen Verkehrsunfall, sondern um eine ungewöhnliche Einsatzübung der Feuerwehren Besse, Dissen und Gudensberg sowie der Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) Gudensberg.

Beurteilung und Befehle

Schwerpunkt der Übung lag in der Weiter- und Ausbildung der Führungskräfte. Die Staffel- und Gruppenführer sowie die Einsatzleiter sollten die Lage am Unfallort beurteilen und Befehle an die Einsatzkräfte weitergeben.

Die Truppen mussten den Brand bekämpfen, die verletzten Menschen retten und versorgen und die Unfallstelle absichern. Der Staffelführer der zuerst eintreffenden Feuerwehr Dissen verschaffte sich von der Einsatzstelle einen ersten Überblick. Als erstes befahl er, den sich ausbreitenden Brand bei einem der Autos zu bekämpfen.

Die fast gleichzeitig eintreffenden Wehren aus Besse und Gudensberg wurden vom Staffelführer des Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF) Dissen in die Lage eingewiesen.

Der Einsatzleiter legte dann zwei Einsatzabschnitte fest. Beim ersten wurde die Feuerwehr Besse mit ihrem Löschfahrzeug eingesetzt. Sie löschten den Autobrand und befreiten vier Menschen in Not.

Die Feuerwehren Gudensberg und Dissen übernahmen mit ihren Löschfahrzeugen und einem TSF den zweiten Einsatzabschnitt.

Rettung ohne Probleme

Aufgrund eines Echteinsatzes im Raum Homberg musste das SEG Gudensberg bereits bei der Anfahrt zum simulierten Unfall die Übung absagen. So konnte leider nicht die Zusammenarbeit des SEG mit den Wehren trainiert werden. Dennoch, die Aufträge wurden von den Einsatzkräften schnell und präzise ausgeführt. Die Rettung der eingeklemmten Personen verlief ohne Probleme. (wag)

Quelle: HNA

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