Freibad in Ottrau wurde verkleinert und saniert – Mitglieder des Fördervereins brachten sich mit 650 Arbeitsstunden ein

Mit einem Sprung in die Sommersaison

Regelmäßige Badegäste: Jasmin Flohr, Anna Pietsch, Lena Schwalm, Jana Wittig und Antonia Münster (von links) genießen die Sommerferien im Ottrauer Freibad. Fotos: Rose

Ottrau. Viel Arbeit liegt hinter den Mitgliedern des Fördervereins Freibad in Ottrau: Mit mindestens 650 Stunden haben sich die Förderer in die Sanierung des Bades eingebracht. Im November begannen die Bauarbeiten rund um das Becken, pünktlich zur Sommerzeit hat das Bad jetzt seine Türen wieder geöffnet.

Das im Jahr 1937 erbaute Bad war in die Jahre gekommen, eine Sanierung sei dringend notwendig gewesen, erklären Jürgen Schenk und Wolfgang Gischler vom Förderverein. Im Zuge der Arbeiten wurde das Becken um acht Meter in der Länge verkleinert.

Großer Wasserverlust

„Wir hatten vorher einen großen Wasserverlust, der sich letztlich auch wirtschaftlich bemerkbar machte“, sagt Gischler. Neu eingebaut worden ist ein so genanntes Schwallwasserbecken, das verhindert, dass das überlaufende Wasser wegläuft. Das neue Becken fängt das Wasser auf und führt es über einen Ausgleichsbehälter und neue Pumpen dem Schwimmbad wieder zu. Trotz Verkleinerung sind alle Schwimmbereiche erhalten geblieben: Der Nichtschwimmerbereich beginnt bei 90 Zentimeter Wassertiefe und geht dann über in Tiefen von 1,40 Meter, zwei Meter und schließlich 3,20 Meter im Sprungbereich. Die Gesamtlänge des Bades beträgt jetzt 40 Meter. Bei der Sanierung wurde es mit neuer Folie ausgekleidet, die Einfassung gefliest.

Zugang behindertengerecht

Neu sind auch Startblöcke, Geländer und Einstiege aus Edelstahl: „Die haben wir bei der Schließung eines Hallenbades bei Marburg günstig kaufen können“, erklärt Schenk. Der Zugang zum Becken sei dadurch behindertengerecht. Auch der Außenbereich hat sich verändert: Auf weißen Kunststoffsesseln können Badegäste entspannen, ebenso auf dem frisch ausgesäten Rasen. 450 Quadratmeter Pflaster wurden neu verlegt.

Veranschlagt worden sind für die Sanierung 100 000 Euro. „In diesem Rahmen werden wir auch bleiben“, sagt Bürgermeister Norbert Miltz. Das sei nicht zuletzt dem Verein zu verdanken, der sich wirklich vorbildlich um das Projekt gekümmert habe. Auch finanziell beteiligten sich die Förderer – mit etwa 7000 Euro.

Die 160 Mitglieder sind zu recht stolz auf ihr Bad: „Wir haben es geschafft, in Ottrau eine einheitliche politische Meinung zugunsten des Bades zu bilden“, erklären Jürgen Schenk und Wolfgang Gischler.

Die Arbeit hört für den Förderverein noch lange nicht auf: Es gibt Pläne für die Umgestaltung des Beckens für die Jüngsten, außerdem hegen und pflegen die Mitglieder auch in Zukunft die gesamte Anlage. • Geöffnet ist das Freibad von Montag bis Freitag, 11 bis 19 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 20 Uhr.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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