Feuerwehrmann und Verwaltungsexperte

Einer, der durchs Feuer geht: Claus Steinmetz will Bürgermeister werden

+
Will Bürgermeister werden: Claus Steinmetz.

Wabern. Claus Steinmetz geht als Bürgermeisterkandidat mit Unterstützung der SPD ins Rennen um die Nachfolge von Günter Jung. Wie die SPD mitteilte, habe sie vier Bewerber in die engere Wahl genommen und sich schließlich für Steinmetz als Kandidaten entschieden.

Verwaltungserfahrung hat der Mann, der in Wabern Bürgermeister werden will, ohne jede Frage. Claus Steinmetz hat das von der Pike auf gelernt.

Der heute 50-Jährige legte sein Abitur 1984 an der Theodor-Heuss-Schule in Homberg ab. Zunächst habe er geplant, Politikwissenschaften in Marburg zu studieren, sagte Steinmetz im Gespräch mit der HNA, denn Politik habe ihn schon immer interessiert. Doch dann habe ihm ein Professor von den schlechten Berufsaussichten für Politologen erzählt.

Steinmetz änderte seine Pläne und machte etwas „Solides“, wie er sich ausdrückt: In seinem Fall war das eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in der Kreisverwaltung in Homberg. Dort prüfte der Unshäuser unter anderem Haushaltspläne der Gemeinden im Landkreis.

Für den gehobenen Dienst schob Steinmetz ein Studium an der Verwaltungsfachhochschule in Kassel nach und ist seitdem Diplom-Verwaltungswirt. 1994 bekam Claus Steinmetz einen Anruf aus Wabern, wo eine Stelle freigeworden war. Er bewarb sich und wurde stellvertretender Leiter der Haupt- und Finanzverwaltung. Inzwischen ist er Leiter des Waberner Hauptamts.

„Die Gemeinde ist mir ans Herz gewachsen“, sagt Steinmetz als Begründung, warum er nun das Bürgermeisteramt anstrebt, wenn Günter Jung in den Ruhestand geht.

Als Protokollant sitzt Steinmetz in jeder Sitzung der Gemeindevertreter und ist so mit der Arbeit des Parlaments vertraut. Die Familie des Bewerbers ist politisch, sein Bruder Volker Steinmetz ist Bürgermeister in Felsberg, der andere Bruder Markus ist Gemeindevertreter in Wabern für die FWG, ebenso sein Schwager Harald Otto.

Obwohl Claus Steinmetz von der SPD, die in Wabern die Mehrheit hat, ins Rennen geschickt wird, ist er nicht Mitglied der Partei - und auch keiner anderen. Das solle auch so bleiben, kündigte er an. Allerdings gebe es mit den Sozialdemokraten die größte Schnittmenge.

In seiner Freizeit engagiert sich der Unshäuser für die Feuerwehr, er war unter anderem Wehrführer und Vorsitzender des Feuerwehrvereins in seinem Ortsteil - seit 2007 ist er Gemeindebrandinspektor in Wabern.

Steinmetz ist verheiratet und hat zwei Töchter, Mara (13) und Hannah (19). Ehefrau Birgit ist Erzieherin in der pädagogischen Mittagsbetreuung der Grundschule Wabern.

Wenn Zeit bleibt, liest Claus Steinmetz gerne, abwechselnd einen Roman - zum Beispiel von Leon de Winter - und ein Sachbuch. Und dann fährt der Kandidat gerne Motorrad, wenn es passt. Einmal im Jahr gönnt er sich eine ganze Woche auf dem Motorrad - irgendwo in Europa.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare