6015 Edermünder sind am 16. März zur Wahl aufgerufen

Nur einer will neuer Bürgermeister werden

Edermünde. Eine echte Auswahl gibt es nicht, aber die Wahl hat man. Zur Bürgermeisterwahl in Edermünde tritt am kommenden Sonntag mit Thomas Petrich zwar nur ein Kandidat an; aber wer den Wahlzettel ausfüllt, kann sein Kreuz entweder bei „Ja“ oder bei „Nein“ machen und so seinen Willen für oder gegen den Bewerber bekunden.

Petrichs Partei, die SPD, für die er seit 1990 im Gemeindeparlament sitzt, hatte den 50-Jährigen vor Monaten bereits als ihren Kandidaten benannt. Als am 9. Januar tatsächlich feststand, dass keiner sonst sich um den Posten als Bürgermeister bewerben würde, habe er schon sehr gestaunt, sagt Petrich. Und er fürchtet besonders, dass deswegen die Wahlbeteiligung eher schwach ausfallen könnte.

„Viele wissen noch nicht einmal, dass am 16. März in Edermünde gewählt wird“, hat er festgestellt. In den letzten Tagen vor der Wahl galt und gilt sein Einsatz deshalb der Öffentlichkeit, mit Tischgesprächen in den vier Ortsteilen und Informationsständen vor verschiedenen Einkaufsmärkten. Deshalb wurden überall Wahlplakate aufgestellt und Informationsbroschüren verteilt.

Seine Motivation, das Bürgermeisteramt anzustreben, liegt nach eigener Aussage darin, dass er jetzt seinem Leben noch einmal eine grundlegende Neuausrichtung geben könne. Der gelernte Industriekaufmann und Kommunikationsfachmann, der an der Fern-Uni Hagen auch den Studiengang als Umweltmanager abgeschlossen hat, arbeitet seit 33 Jahren bei Volkswagen Baunatal und leitet dort ein Team im Produktmanagement des Original-Teile-Vertriebs.

Ehrenamtlich engagiert er sich seit den 80er-Jahren in der Jugend- und Kulturarbeit sowie der Kommunalpolitik. „Ich kann hier etwas weiterentwickeln“, ist er sich sicher.

Übrigens: Woanders als in Edermünde würde er nicht Bürgermeister sein wollen.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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