Clubchef Thomas Pfanzelt ist hochzufrieden mit dem Reitturnier

„Es war einfach spitze“

Bei ihm liefen alle Fäden zusammen: Thomas Pfanzelt ist Clubchef des Spangenberger Reit- und Fahrvereins und Leiter des Internationalen Springturniers, das am Wochenende stattfand. Der Spangenberger ist hochzufrieden damit. Foto:  Brandau

Spangenberg. Das 23. Internationale Reitturnier in Spangenberg ist gelaufen. Wir sprachen mit Turnierleiter und Clubchef Thomas Pfanzelt über das Sportspektakel, das in diesem Jahr so erfolgreich war wie selten zuvor.

Wenn Sie das Turnier in einem Satz beschreiben müssten...

Thomas Pfanzelt: ... müsste ich nicht eine Sekunde überlegen: Endlich mal ausverkauft, endlich mal Superwetter, wieder richtig toller Sport.

So klingt Euphorie.

Pfanzelt: Das ist Euphorie! Das Publikum ist wieder da und das ist einfach Spitze.

Das Publikum war also auch schon mal weg?

Pfanzelt: Es war nie weg, aber es sind auch schon mal deutlich weniger Leute gekommen. In diesem Jahr haben wir 15 000 Menschen gezählt. Und damit alle Rekorde geknackt.

Wie kommt’s?

Pfanzelt: Wir bieten großen Sport zu kleinen Preisen. Der Eintritt kostet 8 Euro, der Schoppen 1,50 Euro – bei uns gibt es für wenig Geld einen perfekten Sporttag.

Das Geld allein wird es ja nicht sein, was die Leute zieht.

Pfanzelt: Nein. Bei uns gibt es vor allem Stars zum Anfassen. So wie bei der Autogrammstunde, bei der sich sechs Spitzensportler hinsetzen und ihren vielen Fans Autogramme geben. Solche Nähe macht unser Turnier aus!

Reiter Lars Nieberg hat gesagt, dass es der ständige Verbesserungswille sei, der das Turnier ausmache.

Pfanzelt: Das meine ich mit Nähe! Wir gucken, was besser laufen kann und dann sorgen wir dafür, dass es auch wirklich besser läuft.

Was lief in diesem Jahr besser?

Pfanzelt: Die neue Tribüne sorgte für eine Supersicht. Dann schwächelte der alte Platz, wir haben für 65 000 Euro einen neuen gebaut und den Abreiteplatz überdacht – wir haben richtig viel bewegt.

Das klingt so, als hätten Sie unbeschränkte finanzielle Möglichkeiten.

Pfanzelt: Wir haben einen Etat von 530 000 Euro. Das ist viel Geld, aber auch keine unendliche Summe. Es fallen allein 35 000 Euro an Turniergebühren an, das sind echte Kosten, man darf da keinesfalls blauäugig rangehen. Ich führe das Turnier wie mein Geschäft: mit kaufmännischer Übersicht.

Ihr Hauptsponsor, Jörg Kullmann von der Wikus-Sägenfabrik, hat Sie als Motor bezeichnet, der auch dann Gas gebe, wenn es schwierig werde.

Pfanzelt: Ich bin der Motor, das stimmt. Aber die Familie Kullmann ist diejenige, die das Benzin reinfüllt.

Um in diesem Bild zu bleiben: Wie schwierig ist es denn, Jahr für Jahr genügend Benzin zu bekommen?

Pfanzelt: Es ist nicht leicht. Solche Veranstaltungen kosten einfach richtig viel Geld. Und wenn wir nicht so viele Helfer hätten, die tagelang unentgeltlich und hart arbeiten und das Ding stemmen würden, es wäre unmöglich.

Wird es in 2015 ein 25. Spangenberger Reitturnier geben?

Pfanzelt: Der Wille ist auf unserer Seite auf jeden Fall da. Und alles andere wird sich schon finden.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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