Rengshausen: Anschub für junge Leute bei der Jobsuche

+
Stolz, es geschafft zu haben: Teilnehmer und Verantwortliche in der neu gestalteten Sitzecke mit selbst gebauter Stehlampe. Von links Leonhard Knieß, Katja Witte, Luisa Kleimann, Kevin Fritzowski, Nicole Janzekowske, Kathi Dingel und Tobias Nuxoll. 

Rengshausen. Junge Menschen bekamen mit einem Projekt für Langzeitarbeitslose vom Jobcenter eine berufliche Perspektive. 

Farbenfrohe Stehlampen, ein neu gestalteter Werkstattraum, eine Sitzecke und pfiffige Türschilder – die Teilnehmer eines Eingliederungsprojektes für junge Langzeitarbeitslose haben im Beiserhaus in Rengshausen Spuren hinterlassen. Nicht sichtbar, aber noch viel wichtiger: Einige von ihnen haben tatsächlich jetzt eine berufliche Perspektive.

Neun Monate nahmen die jungen Leute im Alter bis 28 Jahre an dem Projekt teil, das vom Jobcenter Schwalm-Eder finanziert wurde. 16 Jugendliche, die schon länger auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, nutzten das Orientierungsangebot, 13 hielten bis zum Schluss durch.

Ziel sei es gewesen, die Motivation zu steigern, den Jugendlichen eine Tagesstruktur zu geben und sie im Alltag zu unterstützen, sagte Jens Barkhoff, der stellvertretende Direktor der Stiftung Beiserhaus.

Zunächst sollten die Teilnehmer herausfinden, welche Berufe für sie geeignet sind. Schon in Werkstätten des Beiserhauses ließ sich vieles ausprobieren. CD-Ständer aus Metall entstanden und Schlüsselanhänger aus Holz. Es schlossen sich Praktika in den Werkstätten an, aber auch in externen Betrieben. Einige Teilnehmer absolvierten gleich mehrere Hospitanzen.

Leonhard Knieß aus Gensungen arbeitete zunächst in der Malerwerkstatt und dann in der Küche des Beiserhauses mit. „Es hat viel Spaß gemacht, die Abläufe hinter den Kulissen einer Kantine zu sehen“, sagte der 22-Jährige.

Luisa Kleimann (22) aus Melsungen sammelte Erfahrungen im Orthopädie-Betrieb Mander in Obervorschütz und möchte dort vielleicht eine Ausbildung beginnen. Zwar ging es bei dem Projekt in erster Linie um die berufliche Orientierung, die Teilnehmer hatten aber auch Unterricht in Mathe und Deutsch, um schulische Kenntnisse zu vertiefen.

Gemeinsam arbeitete man an Bewerbungsschreiben, aber auch der Spaß in der Gruppe kam nicht zu kurz. Es gab ein gemeinsames Frühstück, einen Abend mit Grillen und Lagerfeuer und einen Schwimmbadbesuch, und zusammen wurde Pizza gebacken. 

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.