Parlament unterstützt Initiative von Anwohnern – Forderungen an Ministerium

Einig gegen den Lärm

Protestieren gegen den Lärm von der A 49: Von links Günther Schumann, Renate Engelhardt, Heidi Dittmar, Peter Güth und Uwe Jähnig. Foto:  privat

Edermünde. So viel Einigkeit ist selten im Edermünder Parlament: Geschlossen unterstützten die Fraktionen am Donnerstag die Initiative der „Interessengruppe A 49 – Lärmschutz Holzhausen“. Der Entscheidung lag ein Katalog mit Forderungen zugrunde, der im hessischen Verkehrsministerium vorgelegt werden soll. „Wir werden unsere Argumente mit Vehemenz vortragen“, kündigte Bürgermeister Karl-Heinz Färber an.

Vorrangig geht es den lärmgeplagten Anwohnern um ein Tempo-Limit. Die Geschwindigkeit solle zwischen 6 und 22 Uhr auf 100 km/h reduziert werden und von 22 bis 6 Uhr auf 80 km/h.

Weitere Forderungen:

• Bau einer weiteren Lärmschutzwand an der Westseite der A 49 im Ortsbereich Holzhausen.

• Weiterer Lärmschutz auf der Ostseite der A 49 von Holzhausen Richtung Dissen.

• Lärmschutz auf der Ostseite zwischen Holzhausen und der ARAL-Tankstelle.

• Einbau eines geräuscharmen Fahrbahnbelages.

• Wiederaufforstung des abgeholzten Bereiches östlich der Autobahnauffahrt und entlang der A 49 von Holzhausen bis zur Lärmschutzwand.

Nach Einschätzung der Anwohner hat der Lärm von der Autobahn nach Abschluss größerer Bauarbeiten 2010 ein unerträgliches Maß erreicht. Durch eine neue Teerdecke, die eigentlich leiser sein sollte, habe sich die Situation eher noch verschlechtert. Das gehe zu Lasten der Lebensqualität und der Gesundheit. „Die müssen bei der Auswahl des Asphalts geschlafen haben“, kommentierte Bürgermeister Färber die Situation. Was die Menschen an der A 49 jetzt zu erdulden hätten, sei nicht zumutbar. Und die Anwohner befürchten, dass der Lärm mit dem Weiterbau der Autobahn Richtung Süden noch zunehmen wird. Eine Aussprache zu dem Thema gab es in der Parlamentssitzung nicht. (hro)

Quelle: HNA

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