Gemeindeparlament ging den nächsten Schritt Richtung Bau von neuen Windrädern

Einigkeit in Sachen Wind

Ernennung: Parlamentschef Lothar Dietrich (links) vereidigte Dennis Gumbel (stellvertretender Wehrführer Schönau), Horst Spielmann (Wehrführer Schönau), Heiko Böth (stellvertretender Wehrführer Sachsenhausen) und Thorsten England (Wehrführer Sachsenhausen, von links), rechts Bürgermeister Rainer Barth. Foto: Quehl

Gilserberg. Nach der erneuten Wehrführerwahl in Schönau im September ist jetzt der neue Chef Horst Spielmann förmlich ernannt worden. Vor dem Gemeindevertretervorsitzenden Lothar Dietrich legte er zusammen mit seinem Vize Dennis Gumbel sowie seinem wiedergewählten Kollegen Thorsten England (Sachsenhausen) und dessen Stellvertreter Heiko Böth den Eid als Ehrenbeamter ab.

Spielmann war einstimmig in einer außerordentlichen Versammlung gewählt worden. Einem im April für das Amt bestimmten Kandidaten hatte der Gemeindevorstand die Ernennung zum Ehrenbeamten verweigert. Hintergrund war, dass der damals Gewählte der rechten Szene zugeordnet wurde.

Es dauert noch viele Monate

Doch an Nummer 1 auf der Tagesordnung der Hochland-Gemeindevertretung am Dienstagabend im Rathaussaal stand der nächste Schritt in der Findung und Festlegung der Flächen, wo im Gemeindegebiet neue Windräder gebaut werden dürfen. Bis zur endgültigen Fassung werden zwar noch etliche Monate vergehen, doch zeichnen sich immer klarer die Areale ab, die für den Bau neuer Anlagen realistisch sind. Die neue Stufe für die Änderung des Flächennutzungsplanes nach der erfolgten „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ wurde vom Gemeindeparlament nun einstimmig angenommen.

Herausfallen würden demnach die Gemarkungsfläche Tiefbrunnen Gilserberg und die Erhebung „Zentralbahnhof“ in der Gemarkung Sebbeterode, während Standorte in der Gemarkung Moischeid wieder möglich erscheinen.

Ausschuss- und SPD-Fraktionschef Martin Dippel machte deutlich, dass es teils unerfüllbare Wunschvorstellungen seitens Grundstückseigentümern und Projektbüros gegeben habe. Der Beschluss des Gemeindeparlaments bedeute das Erreichen eines Etappenziels, doch die Ortsbeiräte hätten erneut die Gelegenheit zur Diskussion.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Urbanek erinnerte an die Auflagensituation für Windkraft noch vor zehn Jahren, als praktisch kaum ein Standort infrage kam. Seine Fraktion habe im Hinblick auf die Anlagen bei Gemünden keine Einwände mehr gegen Windräder in Moischeid. Man habe sehr ausführlich in 14 Sitzungen mit dem beauftragten Ingenieur beraten, „wir halten uns an die Suchräume des Regierungspräsidiums“.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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