Produkte aus der Region

Einkaufen im Gewerbegebiet Malsfeld

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Das Gewerbegebiet in Malsfeld bei Ostheim (im Hintergrund) wächst: Nun soll geprüft werden, ob dort bald auch regionale Produkte im Einzelhandel verkauft werden dürfen. Die Aufnahme entstand im April 2016. Im unteren Bereich rechts baut derzeit Rossmann ein Verteilzentrum.

Malsfeld. Im Malsfelder Gewerbegebiet können Verbraucher demnächst vielleicht Brot, Käse, Wurst und Honig aus der Region kaufen.

Das Malsfelder Parlament hat in seiner Sitzung am Donnerstag einen gemeinsamen Antrag der SPD- und der FDP-Fraktion beschlossen. Die Gemeinde soll sich für den Bau eines Businessparks für Einzelhandel im Gewerbegebiet einsetzen.

Die gute Anbindung an die A 7 bringe täglich eine Menge Durchreisende in das Gewerbegebiet, heißt es im Antrag.

Man wolle daher dem Einzelhandel aus der näheren Region die Möglichkeit geben, Produkte aus der Region anzubieten. Die Arbeitnehmer im Gewerbegebiet könnten ebenso davon profitieren, stellte Benjamin Giesen (FDP) das Anliegen vor.

Es soll aber kein Einkaufszentrum im klassischen Sinn gebaut werden. Vielmehr sollten regionale Anbieter ihre Waren anbieten. Es gehe in erster Linie um Lebensmittel und Kleingewerbe. „Dort könnten zudem neue Arbeitsplätze entstehen“, sagte Giesen. Die Nähe zu Elfershausen und Ostheim könnte auch für die Bewohner der Dörfer attraktiv sein. Ähnliche Zentren gebe es bereits in einigen anderen Gewerbegebieten in Deutschland, sagte Giesen.

GL kritisiert Vorhaben

Die Gemeinschaftsliste (GL) sieht das Vorhaben kritisch: Sie glaubt, dass ein Businesspark ähnlich wie ein Einkaufszentrum sei. Die Beschränkung bei der Gründung des Gewerbegebietes sei ein Schutz für den örtlichen Einzelhandel gewesen, weil vor allem die Melsunger Einzelhändler befürchtet hätten, dass Kaufkraft abgezogen würde, sagte Edgar Jannassek für die GL. Ein solcher Park könnte Konkurrenz zum Einzelhandel in der Gemeinde sein. Er fragte auch, ob der Malsfelder Gewerbeverein darüber informiert worden sei.

Gewerbeverein pro Park 

Dazu äußerte sich Harald Ziebarth (SPD), der auch Vorsitzender der Gewerbegemeinschaft Malsfeld ist. Das Vorhaben sei in der Gewerbegemeinschaft diskutiert worden und wurde positiv aufgenommen.

Der Park biete auch örtlichen Händlern eine gute Möglichkeit, sich dort zu etablieren. Man sollte es versuchen, riet er. „Wir sollten den Mut haben, das anzugehen.“

Zukunftsweisender Antrag 

Dominik Leyh (CDU): „Wir können nur gewinnen. Das ist ein zukunftsweisender Antrag.“ Die Lage an der Autobahn sei gut, und es stelle sich weiter die Frage, wie sich das Gebiet noch entwickeln könne. Der Verkauf regionaler Produkte sei da eine gute Möglichkeit. Den Rahmen für den Wettbewerb könne man mitgestalten. „Ich freue mich auf das neue Angebot.“

Der nächste Schritt sei ein Prüfantrag an den Zweckverband Mittleres Fuldatal und die Regionalplanung, sagte Bürgermeister Herbert Vaupel auf Anfrage der HNA. Auch er möchte, dass keine Konkurrenz zu örtlichen Angeboten entstehe.

Quelle: HNA

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