Abriss könnte im Oktober starten

Einkaufszentrum an Homberger Drehscheibe eröffnet erst 2020

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Das Einkaufszentrum an Homberger Drehscheibe wird erst 2020 eröffnet.

Homberg. Das neue Einkaufszentrum an der Homberger Drehscheibe wird frühestens im Sommer 2020 eröffnet. Mit den Abrissarbeiten könnte im Oktober begonnen werden – wenn die Baugenehmigung vorliegt.

Voraussetzung für diese ist aber, dass die Stadtverordneten den Abweichungen in der Flächenbeschränkung und der Sortimentsliste zustimmen. Das teilte Projektplaner Mohamed Younis, Geschäftsführer von Schoofs-Immobilien, bei der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss sowie des Ausschusses für Bau und Stadtentwicklung mit.

Eine wichtige Bedingung haben die Planer inzwischen aber erfüllt: „86 Prozent der Flächen sind inzwischen vermietet“, so der Geschäftsführer. 80 Prozent verlangen die Banken für einen Kredit. Als weiterer Ankermieter wurde Woolworth bekannt gegeben. Der Vollsortimenter sowie Rewe, Müller und Aldi belegen jeweils mehr als 1000 Quadratmeter Fläche im Einkaufszentrum. „Mit ihnen sind 79 Prozent der Mietflächen vergeben“, sagte Younis.

Darüber hinaus stehen ein Nagelstudio, ein Optiker, Jeans Fritz und das Bekleidungsgeschäft Mister Lady als künftige Mieter fest. „Nur noch drei Flächen sind verfügbar und nicht vermietet“, sagte Younis. Als Begründung für die langwierigen Planungen nannte er Schwierigkeiten, ausreichend Mieter zu finden.

Für die Planungen des Einkaufszentrums an der Kasseler Straße ergeben sich dagegen nochmals Änderungen. Die Kreissparkasse möchte den Bau eines neuen Bürogebäudes zunächst zurückstellen und überlege, ob sie auf eigenem Gelände baue, so Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Deshalb soll die Fläche an der Kasseler Straße zunächst unbebaut bleiben und mit Bepflanzung aufgelockert werden. Da es Verträge mit der Sparkasse gebe, müsste die Fläche weiter für das Unternehmen vorgehalten werden, erklärte Younis. 

Stadtverordnete müssen abstimmen

Für das Einkaufszentrum an der Drehscheibe wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt. Das bedeutet, die Stadtverordneten müssen jeder Überarbeitung, die zu einer Abweichung im Plan führt, zustimmen. Bei der Sortimentsliste handelt es sich laut Bürgermeister Dr. Nico Ritz um fünf Sortimente, die vom Bebauungsplan abweichen. 

Bei den Verkaufsflächen sei die erlaubte Quadratmeterzahl laut Mohamed Younis um 409 Quadratmeter überschritten worden – 7000 Quadratmeter sind laut Bebauungsplan zugelassen. Zudem muss von den Stadtverordneten eine Anpassung im sogenannten Durchführungsvertrag beschlossen werden. In ihm steht, dass das Einkaufszentrum bis Ende 2018 fertiggestellt sein muss. Das werden die Investoren aber nicht schaffen.

Quelle: HNA

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