Einmal Rio und zurück: Konzert im Fritzlarer Hochzeitshaus

Portugiesische Klänge: Michael Wolf (Mandoline, links) und Georg Roden

Fritzlar. Eine musikalische Reise von Portugal nach Brasilien und zurück präsentierte das Trio Alma Lusitiana in Fritzlar. Der Kulturverein Fritzlar und die Stadt hatten zum Freiluftkonzert in den Hof des Hochzeitshauses eingeladen.

Doch pünktlich zum geplanten Beginn fing es an zu regnen. So zogen Musiker und Besucher in das Hochzeitshaus um. Jochen Faulhammer (Gesang) kündigte die Stücke an und erzählte kleine Geschichten über die Lieder, die er vortrug. Michael Wolf mit seiner Mandoline und Georg Roden (Gitarre) begleiteten ihn einfühlsam.

Mit dem schon vor dem Jahr 1300 geschriebenen Lied „Cantiga do Amigo“ eröffnete das Trio sein Programm. Es folgte „Ondas do mar de Vigo“ – ein Lied, in dem ein Mädchen auf die Wogen des Meeres starrt und die Rückkehr seines Freundes sehnlichst erwartet. Mit dem Valse do Travador boten Wolf und Roden ein Instrumentalstück.

Für die Pause hatte sich der Kulturverein etwas Besonderes einfallen lassen. Es gab landestypische Häppchen für die Konzertgäste: Teigtaschen mit Garnelen oder Fleisch, Kabeljaufrikadellen, Lupinenkerne und essigsaures Gemüse.

Im zweiten Konzertteil waren vor allem brasilianische Lieder zur hören, unter anderem über das Wahrzeichen Rios, die 38 Meter hohe Christus-Statue.

Höchstes Lob kam von Manuel Pinto, in Rothhelmshausen ansässiger Portugiese: „Es ist einfach toll, dass drei Nicht-Portugiesen unsere Kultur und Lieder, die sehr viel Melancholie und Schmerz beinhalten, so eindrucksvoll präsentiert haben.“ (zpb)

Quelle: HNA

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