Zehn neue Mitglieder

Einsatzabteilung der Dagobertshäuser Feuerwehr ist gerettet

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Die Verstärkung ist da: Wehrführer Matthias Kriegisch (von links) und sein Stellvertreter Carl Oesterling mit den neuen Feuerwehrleuten Peter Laufersweiler, Marco Nett, Jan Seifert, Timo Behle, Christoph Helbing, Marina Oesterling (vorne), Nadine Nett und Sebastian Frühauf. Nicht mit im Bild sind die neuen Feuerwehrleute Selina Berger, Michael Ahrend und Marco Stehling.

Dagobertshausen. Die Auflösung der Dagobertshäuser Wehr ist vom Tisch. Die Feuerwehr wird nicht, wie noch im Sommer befürchtet, aufgelöst.

Zehn Männer und Frauen sind kürzlich in den Verein eingetreten und werden in der Einsatzabteilung arbeiten. Matthias Kriegisch hat daher den Posten des Wehrführers wieder übernommen. Somit ist der Brandschutz in Dagobertshausen gewährleistet.

Kriegisch hatte sich seit Beginn des Jahres geweigert, das Amt, das er bis dato bekleidet hatte, wieder zu übernehmen. Er stellte sich nicht zur Wahl. Er sah die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr in Gefahr, weil es zu wenige Einsatzkräfte (12) und vor allem zu wenige Atemschutzgeräteträger (3) gab.

Wäre es dabei geblieben, hätte die Wehr aufgelöst werden müssen. „Von den neuen Mitgliedern könnten vier zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet werden“, sagt Kriegisch. Sie hätten bereits einer Ausbildung zugestimmt. Damit wäre die Mannschaft mit sieben Atemschutzgeräteträgern seiner Meinung nach komplett und die Versorgung in Dagobertshausen sei wieder gesichert.

Nicht daran geglaubt

Diese positive Wendung hatte Kriegisch nicht mehr erwartet. Obwohl sich die Gemeinde und die Feuerwehr redlich bemüht hatten, Dagobertshäuser ansprachen und motivierten, war er bis zuletzt nicht überzeugt gewesen, dass die Aufrufe fruchten werden. „Ich hatte schon gedacht, es ist vorbei.“

Doch der Druck scheint etwas bewirkt zu haben. „Es sind Leute eingetreten, mit denen ich nicht gerechnet habe“, sagt Kriegisch. Die Wende kam in einer Versammlung im September. Viele Interessierte waren gekommen, zehn davon traten in den Verein ein. Jetzt hat die Einsatzabteilung 22 Mitglieder.

25 bis 44 Jahre alt

Die Männer und Frauen sind zwischen 25 und 44 Jahre alt. „Alle haben sich bereits zum Grundlehrgang angemeldet“, sagt Kriegisch. „Das war Rettung auf den letzten Drücker“, sagt auch Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel. Dass sich zehn Personen spontan meldeten, findet er großartig und zeige das Pflichtbewusstsein einiger Dagobertshäuser.

Unter den Männern und Frauen sind viele Quereinsteiger, die bislang nichts mit der Feuerwehr zu tun haben, sagt der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Stefan Schnaudt. Doch die würden sicher schnell lernen, ist er sich sicher.

„Wenn die Wehr geschlossen worden wäre, hätten wir zehn Prozent der Einsatzkräfte in der Gemeinde verloren“, betont Stefan Schnaudt.

Auch Dagobertshausens Ortsvorsteher Winfried Hucke ist froh über diese Wende. Nicht nur wegen des Brandschutzes, sondern auch wegen der sozialen Komponente, die die Feuerwehr im Ort mit sich bringe.

Quelle: HNA

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