DRK in Willingshausen will mehr Helfer vor Ort ausbilden – Spenden für Ausstattung

Einsatzbereit am Unfallort

Für die allererste Hilfe: Ihre umfangreiche Ausrüstung stellten die Helfer vor Ort bei ihrer Versammlung vor. Foto: privat/nh

Willingshausen. Eine Bilanz zum Projekt „Helfer vor Ort“ war jüngst Thema in einer Versammlung des DRK-Ortsvereines Willingshausen. Helfer vor Ort (HvO) sind ehrenamtliche Einsatzkräfte, die bei einem Unfall zwischen Absetzen des Notrufes und dem Eintreffen des Rettungsdienstes die Zeit überbrücken. Diese Zeit kann zwischen fünf und zehn Minuten betragen, berichteten Reiner Knoch und Martin Schäfer.

Wichtig sei, bei Notfallpatienten, die bewusstlos sind und ohne vitale Funktionen seien, sofort mit entsprechender Ausrüstung lebenswichtige Maßnahmen einzuleiten.

In Willingshausen besteht die Ortsgruppe aus 20 aktiven Helfern, die aus den Hilfsorganisationen vom DRK und der Feuerwehr kommen. Im Ortsteil Merzhausen sind acht Helfer, in Willingshausen sechs, in Wasenberg fünf und in Zella eine Einsatzkraft als Helfer vor Ort ausgebildet. Weitere Helfer aus Loshausen und Zella werden zurzeit ausgebildet.

Für ihren Dienst wurden alle HvO mit Notfalltaschen ausgerüstet. Die Erstausrüstung wurde vom Landkreis und vom DRK-Kreisverband Schwalm-Eder finanziert, heißt es in der Mitteilung. Allerdings müssen die Ortsvereine Ersatz für Verbrauchsmaterialien und Einweghilfsmittel selbst finanzieren, heißt es weiter. So könne zum Beispiel bei einem Einsatz des Defibrillator bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung zu Kosten von über 150 Euro kommen, da der selbstklebende Elektrodensatz nur einmal verwendet werden darf. Das würden auch nicht die Krankenkassen bezahlen, da es sich um einen freiwilligen Einsatz handele. Daher bedankte sich das HvO-Team bei Bürgermeister Heinrich Vesper, da die Gemeinde für das Jahr 2010 und 2011 jeweils 600 Euro für Ersatzbeschaffungen bereit gestellt hatte. In der Gemeinde gibt es zur Zeit zwei Defibrillatoren, einen in Wasenberg und einen in Willingshausen. Ratsam sei, weitere Geräte für Merzhausen, Loshausen und Zella anzuschaffen. Außerdem sollen die Notfalltaschen mit weiteren Hilfsmitteln wie Sauerstoffeinheiten und Fingertipp-Pulsoximeter etwa zur Erfassung der Sauerstoffsättigung ausgestattet werden.

Spenden von Eon und SSK

Dafür gab es vom Energieversorger Eon, vertreten durch Jochen Haust, eine Spende über 800 Euro. Ebenfalls eine Spende von 750 Euro überreichte Paul Gerhard Kurz von der Kreissparkasse Schwalm-Eder, weitere 500 Euro hatte Reinhard Hooß von der Stadtsparkasse Schwalmstadt im Gepäck. (jkö) HINTERGRUND

Quelle: HNA

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