Einsatzkräfte aus dem Altkreis im Dauereinsatz an  Werra und der Elbe

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Im Dauereinsatz: Sowohl die Hilfskräfte aus dem Altkreis als auch die Pumpen gönnten sich kaum eine Verschnaufpause im Kampf gegen das Hochwasser, hier Mitglieder der Feuerwehr Wolfhagen beim Schutz eines Hotels und Museums in Dresden.

Wolfhager Land. Die zahlreichen Einsatzkräfte aus dem Altkreis Wolfhagen kämpfen seit Tagen gegen die Wassermassen im Werra-Meißner-Kreis bei Witzenhausen sowie in Sachsen rund um die Stadt Dresden (wir berichteten).

Nun zeigen die pausenlosen Bemühungen der Fluthelfer erste Erfolge: Zumindest an der Werra sank der Pegel, gefährdete Dämme und Deiche hielten dem Hochwasser stand.

An der Elbe in Sachsen scheint die Gefahr hingegen noch nicht gebannt. Zwar lag der Pegel am gestrigen Tag relativ konstant bei 8,75 Meter, dennoch befürchten die Helfer weiteres Ungemach. Denn wenn die Pegelstände sinken sollten, droht eine Schlammwelle. Diese könnte nicht nur Schmutz, sondern auch allerlei Schadstoffe in die betroffenen Regionen spülen. Experten zufolge sollen diese für den Menschen allerdings ungefährlich sein. Die Natur hingegen dürfte unter den Auswirkungen des Hochwassers sehr wohl in Mitleidenschaft gezogen werden.

Umweltschäden drohen

Die Schadstoffe sind im Hochwasser mobil, werden sowohl an anderen Stellen des Flusses abgelagert oder gelangen in die Nordsee. Dort schädigen sie langfristig das gesamte Ökosystem, wie Wattenmeer und Fische.

Stadtbrandinspektor Frank Brunst sagte, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr am gestrigen Tag in Dresden zum Schutz eines Hotels im Stadtteil „Innere Neustadt“ und des Museums „Japanischer Palais“ eingeteilt gewesen seien.

Dort versuchen die Helfer aus dem Altkreis zu verhindern, dass die Wassermassen über aufgebaute Schutzwände fließen beziehungsweise pumpen übergelaufenes Wasser ab. Bisher seien die Bemühungen erfolgreich gewesen, sagte Brunst weiter, der in ständigem Kontakt mit seinen Feuerwehrkollegen steht.

Seinen Informationen zufolge sollen die Mitglieder von Feuerwehr und DRK aus dem Wolfhager Land noch bis Samstag vor Ort verbleiben und dann abgelöst werden. Aufgrund des bevorstehenden Hessentages in Kassel soll die Ablösung aber nicht von Einheiten aus dem Landkreis Kassel erfolgen.

Die neun Mitglieder des THW Wolfhagen sind laut Einsatzleiter Marcel Wiegand seit gestern wieder vom Einsatz an der Werra zurückgekehrt. Man befinde sich aber noch in Bereitschaft, um eventuell nach Sachsen zu verlegen.

Quelle: HNA

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