Feuerwehren weisen auf Mitgliederschwund hin

Die Einsatzkräfte werden weniger

Uwe Bauer

Spangenberg. Bergheim stellt die absolute Ausnahme dar: Die Spangenberger Wehren rückten im vergangenen Jahr mindestens ein Mal in jeden Stadtteil aus, entweder zu Bränden oder zu technischen Hilfeleistungen. Nur Bergheim blieb von Katastrophen und Einsätzen jeder Art verschont. In der Kernstadt dagegen rückte die Wehr 2013 gleich zu vier Bränden und 16 Hilfeleistungen aus. Das berichtete Stadtbrandinspektor Uwe Bauer in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag.

Zwei Einsätze werden den Feuerwehrleuten aber in Erinnerung bleiben: Das Hochwasser in Pfieffe vom 27. Mai und der Brand in der Langen Gasse vom 16. Juli. Bei beiden hätten die Spangenberger Brandschützer gezeigt, dass sie verlässliche Retter in der Not seien, sagte Bauer. Die Zahl der Brände und technischen Hilfeleistungen geht in der Liebenbachstadt seit drei Jahren beständig zurück. Waren es 2011 noch 22 Brände, sank die Zahl in 2012 auf 16. 2013 rückten die Wehren zu zehn Brandeinsätzen aus.

Auch die Zahl der Hilfeleistungen sank von 47 (2011) auf 38 in 2013.

Während die niedrigen Zahlen im Einsatzbereich durchaus positiv sind, bereiten sie bei den Mitgliederzahlen doch Kopfzerbrechen: Sowohl die Einsatzabteilungen als auch die Jugendwehren verzeichnen seit Jahren einen kontinuierlichen Abwärtstrend.

Waren es 2010 noch 281 Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen so sank die Zahl 2013 auf 265. Die Mitgliederzahl der Jugendwehr belief sich vor vier Jahren auf 114 Jugendliche, 2013 waren es nur noch 93 Jungen und Mädchen, die sich in den Spangenberger Wehren engagieren. „Das sind noch keine dramatischen Zahlen, aber sie weisen doch auf einen klaren Abwärtstrend hin“, sagte Stadtbrandinspektor Uwe Bauer. Er verwies auf die gute technische Ausrüstung: Die Drehleiter und die Wärmebildkamera seien unerlässlich für die Wehren. Allein beim Brand in der Lange Gasse habe die Drehleiter dafür gesorgt, dass kein Bewohner zu Schaden kam.

Aber nicht nur bei Bränden seien die Spangenberger Wehren gut geschulte Retter, sagte Bürgermeister Tigges. Er verwies auf den Unfall, der sich am Mittwoch bei Pfieffe ereignete und bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden. Auch dort hätten die Feuerwehrleute außerordentlich gute Arbeit geleistet. (bra)

Quelle: HNA

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