Der Rotary-Club ermöglichte Schülern, verschiedene Berufe kennenzulernen und sich zu informieren

Eintauchen in die Arbeitswelt

Startbereit für den Arbeitstag: Der Assistent der Geschäftsleitung Kai-Oliver Schramek (ganz hinten links) begrüßte mit Oberärztin Dr. Katja Treiber (davor links), Rudolf Malorny vom Rotary-Club Schwalmstadt (zweiter von hinten links) und Dr. Matthias Schulze (ganz rechts) Schüler vor der Asklepios-Klinik in Ziegenhain. Fotos: Krämer/lkx

Schwalmstadt. Schüler, die gerade vor ihrem Abschluss stehen, stellen sich eine wichtige Frage: Welchen Beruf will ich ergreifen? Die Rotary-Clubs in Hessen wollen ihnen bei der Berufswahl helfen. Jedes Jahr bieten sie einen Berufsinformationstag an, der es Schülern ermöglicht, verschiedene Berufe und Firmen kennenzulernen. Auch der Rotary-Club Schwalmstadt bot gestern diese Möglichkeit.

Schüler des Schwalmgymnasiums Treysa, der Ohetalschule Verna und der Carl-Bantzer-Schule Ziegenhain wählten aus 20 Berufen, in die sie für einige Stunden hinein schnupperten. Die Pforten öffneten für sie Firmen vom Landwirtschaftsbetrieb über die Autowerkstatt, von der Polizei bis zum Kreditinstitut und zum Krankenhaus, die Auswahl für die knapp 100 Teilnehmer war damit groß.

Große Gruppe

Allein 18 Schüler meldeten sich für die Asklepios-Klinik Schwalmstadt, unter ihnen die Zehntklässlerinnen Jenny Prüssing und Annabelle Trieschmann von der Ohetalschule. „Wir wollen später eigentlich mal Erzieherinnen für Kinder und Jugendliche werden“, erklärte Jenny Prüssing. Die Krankenpflege kam ihrem Berufswunsch da am Nächsten.

„In beiden Berufen wird Sozialkompetenz benötigt“, kommentierte Kai-Oliver Schramek, Assistent der Geschäftsleitung der Asklepios-Klinik. Gerade Krankenpfleger würden dringend gesucht und die Chancen seien entsprechend gut.

Ob die beiden Schülerinnen nach ihrem Besuch auf der Station 7 als Auszubildende zurückkehren werden, ist offen. Für einige Stunden sahen sie nach den Patienten, die zum Beispiel ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk bekommen oder unter einem Knochenbruch leiden.

In der Einweisung von Stationsleiterin Martina Dambmann erfuhren die Mädchen, was alles im Arbeitstag enthalten ist, wie und wann die Zimmer gereinigt werden, was einzelne Symbole an Betten und Schränken bedeuten und dass das Essen im Krankenhaus frisch zubereitet wird. Auch das Desinfizieren der Hände beim Verlassen jedes Zimmers gehörte für die beiden selbstverständlich dazu. Und das Interesse für die Patienten natürlich. Auch die Frage, aus welchem Grund sie da sind.

Schichtdienst kein Problem

„Das ist wirklich interessant hier und eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag“, fand Annabelle Trieschmann. Die Vorstellung, einmal selbst im Krankenhaus zu arbeiten, fiel den Schülerinnen aber trotzdem nicht leicht. Mit Schichtdienst und Feiertagsarbeit hätten beide jedoch keine Probleme, meinen sie. „Und Weihnachten muss schließlich auch jemand für die Patienten da sein.“

Von Lukas Krämer und Florian Quanz

Quelle: HNA

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