Die Wunder des TSV

Eintracht Böddiger feierte 100-jähriges Bestehen

Böddiger. Mit einem launigen, kurzweiligen Kommers hat der TSV Eintracht Böddiger am Freitagabend sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. „Wenn nicht jetzt, wann dann...“ - mit Zitaten aus dem Song der Kölner Band „Die Höhner“, der seit der Handball-WM 2007 ein Hit unter Handball-Fans ist, garnierte Vereinsvorsitzender Björn Kramer seinen Rückblick auf die Vereinsgeschichte.

Die von den Höhnern besungenen Handballwunder habe auch der TSV Eintracht Böddiger erlebt - wenn auch in kleinerem Maßstab, sagte er.

„Dass ein Dorfverein von dieser Größe in der Regionalliga gespielt hat, ist unglaublich“, befand Mark Weinmeister, Staatssekretär im hessischen Umweltministerium. Er überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung und zeichnete den TSV Eintracht Böddiger mit der Silbernen Ehrenplakette des Landes aus. Dass der Verein nicht nur in der Vergangenheit lebe, sondern gut für künftige Herausforderungen gerüstet sei, zeige die neue Jugendspielgemeinschaft, die der TSV mit Nachbarvereinen aus dem Edertal eingegangen ist, meinte Weinmeister.

Ausgezeichnet: Verdiente Mitglieder des TSV Eintracht Böddiger wurden beim Kommers geehrt. Unser Foto zeigt vorne von links (mit Bällen) Herbert Schäfer, Werner Bähr, Herbert Hühne, Ewald Bickert sowie dahinter Werner Höhmann, Karl-Horst Träbing, Björn Kramer, Stephan Griesel, Thomas Griesel, Gunther Veit, Carsten Griesel, Jens Bartholmai und Peter Hoppe. Foto: Rohde

Die hervorragende Jugendarbeit, die dem Verein in der Vergangenheit so manches Handballwunder beschert hat, lobten auch andere Festredner, wie der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker und Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. „Bleiben Sie so jung wie Sie sind, dann ist uns um ihre Zukunft nicht bange“, rief Becker den Mitgliedern zu. Und Volker Steinmetz zeigte sich beeindruckt von der Grundhaltung, mit der in Böddiger Sport betrieben werde und Talente gefördert würden.

Ortsvorsteher Michael Rimbach beglückwünschte den Verein zu seiner ansprechend gestalteten und informativen Jubiläums-Chronik. Der TSV bereichere das dörfliche Leben unter anderem durch das alljährliche Spiel ohne Grenzen, das ein Spaß für Jung und Alt sei. Grüße übermittelten auch Horst Knötig für den Sportkreis Schwalm-Eder, Uwe Dunkelmann für den Handballbezirk Melsungen/Bad Hersfeld sowie Sabine Landesfeind und Thorsten Amelung als Vertreter der örtlichen Vereine.

Vereinsvorsitzender Björn Kramer schloss mit einem Dank an alle ehrenamtlichen Helfer, die zur Stelle seien, wenn es gelte, das Spiel ohne Grenzen, die Winterwanderung, den Weihnachtsmarkt oder den Sparkassen-Cup auszutragen. Erst dadurch könnten die kleinen und großen Wunder wahr werden.

Von Heinz Rohde

Spiel ohne Grenzen: Frauen holten Pokal

"Immer hinein in den Dreck. Das ist schon gigantisch was die Teams hier geben“, kommentierte Moderator Volker Otto das Spektakel. Denn am Pfingstsonntag ging es in der Emstal-Arena Böddiger richtig zur Sache.

Jung und Alt kamen zusammen, um fünf Mannschaften beim Spiel ohne Grenzen anzufeuern.

Insgesamt galt es fünf Stationen erfolgreich zu beenden. Es traten gegeneinander an: der „Trödeltrupp“ aus Böddiger, die „Bö-Babes“, das „Keller-Team Gensungen-Felsberg“, das Team „Die 2“ und „Der Bauwagen Böddiger“. Schnelligkeit und Geschicklichkeit waren bei den Aufgaben gefragt.

Ob Golfbälle mit dem Schläger durch ein schmales Rohr schießen, mit einem Bauchplätscher über eine mit Schmierseife präparierte Plane rutschen und dabei Plastikbecher mit Wasser einsammeln oder in einem Strohbecken nach Golfbällen wühlen, die Stationen verlangten den Teams so einiges ab. Jede der fünf Mannschaften hatte einen Schiedsrichter, damit nicht gemogelt werden konnte.

Der Sieger-Pokal ging an eine der zwei antretenden Frauenmannschaften, die Bö-Babes. Das Keller-Team reservierte sich den zweiten Platz und den dritten Platz machten die Jungs vom Trödeltrupp.

Die Idee des spaßigen Wettkampfes wurde zur Feier des 90-jährigen Bestehens des TSV geboren. Seitdem wird jedes Jahr an feuchtfröhlichen Stationen um Freibier gekämpft. Am Sonntag gab es ein Best-off der lustigsten Stationen, die sich Dieter Eckel und Silvia Wenderoth als Initiatoren der Olympiade im Laufe der vergangenen Jahre ausgedacht haben. (zla)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare