450-500 Euro bezahlt

Eintracht-Fanclub Adlerhorst chartert Flugzeug und bringt Fans nach Portugal

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Vor dem Start: Die Eintracht-Frankfurt-Fans (von links) Denis Melchior, Christian Obijon (beide aus Homberg), Andre Auel (Besse), Alexander Heczko und Daniel Eigl auf dem Weg zum Spiel.

Schwalm-Eder. 3336 Kilometer weit flogen 180 Eintracht-Frankfurt-Fans aus der ganzen Region für nur wenige Stunden, um ihre Mannschaft im Europa-League-Spiel gegen den FC Porto anzufeuern. Organisiert hatte die Reise der Eintracht-Frankfurt-Fanclub Adlerhorst Stadtallendorf.

Der Vorsitzende des Fanclubs, Werner Fleckna, hatte gleich ein ganzes Flugzeug gechartert, um die Anhänger der Eintracht nach Portugal zu bringen. Knapp drei Stunden brauchte der Flieger, um am Donnerstagnachmittag auch Fußballfans aus dem Schwalm-Eder-Kreis vom Frankfurter Flughafen in den Nordwesten der Iberischen Halbinsel zu bringen.

Nach der Ankunft am Pedras-Rubras-Flughafen von Porto sei die Reise sofort in Richtung des Stadions fortgesetzt worden, berichtet der Melsunger Mario Kilian, er selbst hatte an der Reise teilgenommen. Zeit sich die Stadt genauer anzuschauen, blieb der Gruppe also nicht.

In der Bahn, die die Fans zum Stadion des FC Porto, dem Estádio do Dragão, brachte, nutzten sie allerdings die Möglichkeit, im Vorbeifahren einen Blick auf die Stadt zu werfen.

Kilian und neun seiner Freunde hatten sich das Angebot des Stadtallendorfer Fanclubs nicht entgehen lassen, um das Spiel der Eintracht live zu sehen. 450 bis 500 Euro hatte die Reise pro Person gekostet.

Vor dem Spiel gab es Probleme, weil die Polizei offenbar mit der Menge der Frankfurt-Fans überfordert war. „Sie haben uns in kleine Gruppen aufgeteilt, so dass wir uns im Stadion erst wieder suchen mussten“ berichtete der 21-jährige Niklas Müller aus Borken.

Die Reise hatte sich für die Männer auf jeden Fall gelohnt. „Die Stimmung im Stadion war Weltklasse“, erzählte Mario Kilian.

Nachdem die Portugiesen durch Tore von Queresma in der ersten und Varela in der zweiten Halbzeit mit zwei zu Null in Führung gegangen waren, sah es kurzzeitig ziemlich schlecht aus für die Eintracht.

Man habe die Hoffnung aber nicht aufgegeben, so Mario Kilian. Denn die Eintracht habe stark gespielt. Und tatsächlich wurden die 7000 mitgereisten Frankfurt Fans nicht enttäuscht. Durch zwei schnelle Tore innerhalb von fünf Minuten erreichte die Eintracht noch ein Remis und hat jetzt gute Chancen auf das Achtelfinale.

Nach dem Spiel ging es direkt wieder zum Flughafen, wo die Fans zufrieden warteten und Fachgespräche führten, bis die Gruppe um drei Uhr nachts den Flieger in die Heimat bestieg.

Von Timo Lange

Quelle: HNA

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