Zwei Bataillone, 116 Rekruten

Gelöbnis in Schwarzenborn: Soldaten auf Grundgesetz vereidigt

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Der feierlichste Moment: Soldaten am Freitag beim Gelöbnis.

Schwarzenborn. Der Wettergott meinte es gut: 116 Soldaten aus SChwarzenborn und Frankenberg haben bei strahlendem Sonnenschein am Freitagvormittag ihr Gelöbnis abgelegt.

Vereidigt wurden auf dem alten Sportplatz in Schwarzenborn Rekruten des Jägerbataillons 1 aus Schwarzenborn sowie vom Bataillon Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg.

Die 116 Soldaten waren angetreten, um in einer feierlichen Zeremonie zu geloben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Zukünftige Zeitsoldaten schworen den Diensteid.

Musikalisch begleitet wurde die Gelöbnisfeier vom Heeresmusikkorps aus Kassel. Zahlreiche Eltern, Angehörige, Freunde und Kommunalpolitiker wohnten der Veranstaltung bei.

Mit 2300 Kilometern hatten die Eltern von Jäger Daniel Seifert die weiteste Anreise zu bewältigen. Das Ehepaar kam von Malta in die kleine Garnisonsstadt unterhalb des Knüllköpfchens.

Der Kommandeur des Jägerbataillons 1, Oberstleutnant Karsten Krämer, wies in seiner Rede darauf hin, dass es heute für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit mehr sei, zu dienen. Man müsse als Soldat aber Unbequemlichkeiten, Risiken und Anstrengungen auf sich nehmen, erklärte der Offizier.

Freiheit und Demokratie

„Soldat sein heißt, unter höchstem persönlichen Engagement für unseren Staat, für unsere Freiheit, Demokratie und Recht einzutreten und dies – im äußersten Fall – auch unter Einsatz des eigenen Lebens.“ Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann fand angesichts der Terroranschläge von Paris nachdenkliche Worte. Der Einsatz als Bundeswehrsoldat diene dem Schutz von Menschenwürde, Recht und Freiheit, erklärte Kaufmann. Insbesondere aufgrund der ausgesetzten Wehrpflicht sah das Stadtoberhaupt die Bindung zwischen Bevölkerung und Soldaten gefährdet.

Mitbürger in Uniform

Jeder einzelne Soldat müsse sich daher als Bindeglied zwischen Armee und Gesellschaft verstehen. „Sie sind und bleiben unsere Mitbürger in Uniform“, stellte Kaufmann fest.

Traditionell richtete auch einer der jungen Rekruten das Wort an die Teilnehmer der Gelöbnisfeier. Jäger Thorben Morlock berichtete von der Zeit in der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie 1. Die Ausbildung in Schwarzenborn sei hart und fordernd gewesen. Die einsatzerfahrenen Ausbilder hätten es verstanden die Rekruten auf die Realität des Soldatenlebens vorzubereiten, sagte der 22-Jährige.

Quelle: HNA

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