Ehrenamtliche gestalteten Gelände um 

Früherer Schandfleck in Felsberg ist jetzt ein Rhododendrengarten

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Musizierten zur Einweihung des Rhododendrengartens: von links Lina Jin, Helene Flemisch und Daniel Schaake.

Felsberg. Der vom Ortsbeirat, der Vereinsgemeinschaft und vielen freiwilligen Helfern gestaltete Rhododendrengarten in Felsberg ist am Himmelfahrtstag eingeweiht worden.

Der Regen am Nachmittag war nach einer mehrwöchigen Trockenperiode zwar ein Segen für die Pflanzen, er kam aber zur Unzeit. Mehrere hundert Menschen hatten sich eingefunden. Viele verließen das Gelände fluchtartig, als sich ein schweres Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel entlud. Knapp 20 Liter Regen pro Quadratmeter wurden in Felsberg gemessen.

Für den parkähnlichen Garten gab es viel Lob. Schon beim Himmelfahrtsgottesdienst hatte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier alle Akteure gewürdigt und gesagt: „Ein herrlicher Garten, der schon im Vorjahr viele Menschen erfreut hat.“

Die Vorgeschichte

Das Gelände mit zwei neuen Wegen war viele Jahre verwahrlost. Dort lebte ein Felsberger in einem alten Wohnwagen. Nachdem er gestorben war, verschwand dieser Schandfleck. Eine Blumen- oder auch Streuobstwiese sollte entstehen. Daraus aber wurde nichts. Neuer Wildwuchs sorgte für Kritik. Die Idee, dort einen Rhododendrengarten anzulegen, wurde im Ortsbeirat unter Vorsitz von Klaus Döll bereits im Herbst 2014 entwickelt. Anlass war ein Bericht in der HNA: Die Familie Schrader musste ihre Baumschule im Markwald Beuerholz aufgeben und bot die noch stehenden Pflanzen an.

Die Arbeiten

85 teils meterhohe Rhododendren wurden im Vorjahr umgepflanzt. Viele Arbeitseinsätze führten zu einer parkähnlichen Erholungsanlage.

Das Lob

Bürgermeister Volker Steinmetz sprach von einem Garten mit paradiesischem Charakter. Der Rhododendrengarten sei das Ergebnis einer wunderbaren Gemeinschaftsarbeit. Er sei ideal für die Bewohner des Seniorenheims Sankt Valentin, Radfahrer, Wanderer und Bad-Besucher. Namens der Stadt bot Steinmetz dem Ortsbeirat und der Vereinsgemeinschaft Gespräche darüber an, wie man gemeinsam die Pflege organisiert. Auch die Besucher zeigten sich begeistert. Irmtraut Werner: „Der Rhododendrengarten lässt jedem Gartenliebhaber das Herz höher schlagen. Ein Gewinn für die Stadt Felsberg“, sagte zum Beispiel Irmtraut Werner.

Der Garten sei eine tolle Gemeinschaftsleistung, sagten Erwin und Elke Sopp. „Hoffentlich bleibt er so schön und wird nicht von Hunden verunreinigt.“ Auch Cornelia Wilke war begeistert: „Aus einem völlig verwahrlosten Gelände ist eine vorbildliche, parkähnliche Anlage entstanden. Die Blüte ist eine Pracht.“ Willi und Ute Salzmann regten zudem an, dass die Naturbühne nach dem gelungenen Auftakt im vorigen Herbst möglichst oft für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden solle.

„Eine unglaublich schöne Anlage, ein echtes Kleinod, als Guxhagener bin ich ein bisschen neidisch“, sagte auch Staatssekretär Mark Weinmeister. Nachdem Heike Miedler im Namen der Vereinsgemeinschaft die erste Bank spendiert hatte, sagte Weinmeister spontan die zweite Bank zu. Weitere Bänke fehlen noch.

Quelle: HNA

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