Eisenbahnfreunde Borken zeigten die Welt der Züge im Kleinformat

Borken. So wünscht man sich die Bahn: kaum besetzte Züge und keine Verspätungen. Doch so etwas gibt es nur bei den Eisenbahnfreunden Borken. Mit den Eisenbahnfreunden aus Alsfeld präsentierten sie am Wochenende eine Ausstellung, die die Besucher zum Träumen verführte.

Die Eisenbahnfans, egal ob jung oder alt, fachsimpelten über Spurgrößen und alles, was das Herz eines Modelleisenbahners höher schlagen lässt.

Borken: Die Welt der Züge im Kleinformat

Der Vorsitzender der Borkener Eisenbahnfreunde, Peter Hoppe, sagte: „Unser Hobby ist ein sehr kostenintensives. Junge Menschen können sich das nicht erlauben. Viele kommen, um ihre Eisenbahn, auf unseren Anlagen einmal fahren zu lassen, weil sie zu Hause keinen Platz haben.“ Wie kostspielig das Hobby ist, erklärte Hoppe am Beispiel des Karwendel-Expresses. Für die Ausstattung mit fünf Personenwagen, müssten 500 Euro hingeblättert werden.

Ihn selbst, sagt Hoppe, habe das Eisenbahnfieber schon in der Kindheit erfasst. Denn er musste mit seinem Vater, der Eisenbahner war, immer mit dem Zug nach Kassel fahren. Daher stamme die Idee, einmal Modelleisenbahnen zu fahren. Seit 1998 ist er nun Mitglied bei den Eisenbahnfreunden in Borken. Holger Hedrich (40) hat die Begeisterung schon auf seinen Sohn Holger (8) übertragen. Der Vater ist seit 35 Jahren und der Sohn seit fünf Jahren ein begeisterter Eisenbahner. Der Alsfelder trat zunächst dem Club in Borken bei und gründete mit Freunden einen Verein in seiner Heimatgemeinde.

Bei der Ausstellung in Borken ging es nicht nur ums Zuschauen. So durfte Lukas Schmidt bei Christopher Schleicher (7) selbst die Loks bewegen – ein Anreiz, um dem Verein einmal beizutreten. Glänzende Augen hatte der sechsjährige Jan-Philipp Schmid, als er die Züge vorbeifahren sah. Da wird Opa Georg in die Tasche greifen müssen, um dem Enkel einen Wagen zu kaufen.

Faszinierend am Modellbau ist, dass alles wie in der realen Welt platziert ist. Die Besucher waren von den Details entlang der Strecke beeindruckt. Kleingärten, Straßenbaustellen, Stellwerke, Bahnhofsgebäude, Wälder, Wiesen, Dörfer – alles wie in Wirklichkeit. Eben nur kleiner. (zpb)

Quelle: HNA

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