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Eisenbahnfreunde Treysa wollen die Lokhalle erhalten 

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Historische Schienenfahrzeuge: Mit den Dampfloks unternehmen die Eisenbahnfreunde regelmäßig Sonderfahrten.

Treysa. Zeitgleich mit dem Bau des neuen Bahnhofs in Treysa Anfang des 20. Jahrhunderts, wurden am Südrand des Rangierbahnhofs die Anlagen des Bahnbetriebswerks erbaut.

Kernstück dieser damals sehr modernen Anlage wurde der 18-ständige Ringlokschuppen mit seiner Drehscheibe. Mittlerweile kümmern sich die Eisenbahnfreunde Treysa um das damalige Bahnbetriebswerk. Nun steht der Verein vor einem riesigen Kraftakt. Denn das Dach der Lokhalle gilt als einsturzgefährdet und muss saniert werden. Zwar trägt die Bahn einen Teil der Kosten von insgesamt etwa 250.000 Euro. Die Hälfte davon müssen allerdings die Eisenbahnfreunde aufbringen.

Historisches Gebäude

Die Eisenbahnfreunde sorgen mit dem Erhalt dafür, dass ein Stück Stadtgeschichte bestehen bleibt. In seiner Bauform stellt der Treysaer Lokschuppen bis heute beinahe ein Einzelstück dar. Als massiver Ziegelbau mit seinen geschwungenen Fensterbögen hat der Lokschuppen den Reisenden schon vor dem Erreichen des Bahnhofs die Ankunft in Treysa signalisiert.

Wandel der Zeit

Der Lokschuppen ist mittlerweile über 100 Jahre alt und hatte ursprünglich 18 Stände. Als Anfang der 60er-Jahre das alte Schuppendach aus Holz und Teerpappe erneuert werden musste, war bereits abzusehen, dass mittelfristig die Lokbeheimatung in Treysa aufgegeben werden würde, erläuterte Peter Klaus von den Eisenbahnfreunden. Ein Teil des Mauerwerks blieb jedoch ungeschützt und wurde so im Lauf der Zeit rasch baufällig. Dies hat auch zufolge, dass der Lokschuppen derzeit nicht genutzt werden kann und somit auch die Dampfloks im Freien stehen.

Sanierungsbedarf

Aufgrund der Vertragsgestaltung mit der Bahn als Eigentümer sind die Eisenbahnfreunde für die bauliche Unterhaltung des Gebäudes zuständig, wie Howard Westoll von den Eisenbahnfreunden erläutert. Die marode Bausubstanz des Lokschuppendachs sei dem Verein schon immer bekannt gewesen.

Spenden erwünscht

Da es dem Verein finanziell nur schwer gelingen wird, die erforderlichen Kosten aus dem laufenden Fahrbetrieb aufzubringen, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Diese können auf das Spendenkonto überwiesen werden: Stadtsparkasse Schwalmstadt, Spendenkonto: 834556, BLZ: 52053458, Kennwort: Lokschuppen. „Wir würden uns über Unterstützung beim Erhalt des Lokschuppens sehr freuen“, so Peter Klaus.

Quelle: HNA

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