Elfte Auflage des Eisbadens: 31 Schwimmer wagten sich ins Neukirchener Freibad

Ab ins eiskalte Wasser

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Ohne langes Zögern: Die Kinder und Jugendlichen vom LTV Neukirchen, aber auch einige Erwachsene, stürzten sich am Neujahrstag in das 2,7 Grad kalte Wasser des Freibades. Darauf hatten sich die jungen Leute mit einem speziellen Training vorbereitet. 

Neukirchen. Auf eisige Temperaturen mussten die 31 hartgesottenen Schwimmer beim Eisbaden gestern im Neukirchener Freibad zwar verzichten – nicht aber auf das Eis.

Schließlich hatte Badleiter Holger Jakob pünktlich zur elften Auflage des Eisbadens handliche kleine Schollen vorbereitet, die die Schwimmer kurzerhand selbst ins 2,7 Grad kühle Wasser warfen.

Bei einer Lufttemperatur von zehn Grad erinnerte das Spektakel eher an Frühlingsanfang als an den des neuen Jahres, doch das störte die Organisatoren vom LTV Neukirchen und die Athleten nicht im Geringsten.

Doch bevor sich die 31 Mutigen in die Fluten stürzten, gab es die Neujahrsansprache auf dem Drei-Meter-Brett. Birgit de Taillez und Horst Möller vom LTV kritisierten noch einmal die Entscheidung, dass das Bewegungsbad nun doch nur renoviert statt umfassend saniert werde. „Wir fühlen uns von der Politik im Stich gelassen und buchstäblich ins kalte Wasser geworfen“, ärgerte sich de Taillez. Die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer werde aus ihrer Sicht überhaupt nicht anerkannt. Als symbolisches Zeichen ihres Ärgers sprangen Möller und de Taillez samt LTV-Fahne und Kleidung kurzerhand selbst vom Brett ins Becken – unter dem Applaus der Zuschauer. Die Zuschauer bestanden jedoch überwiegend aus Eltern und Freunden der jungen Schwimmer, Mitglieder des Magistrats waren nicht gekommen.

Dass sich der Verein jedoch auch in 2012 nicht unterkriegen lässt, bewies die Sammelaktion. Mithilfe von Spenden möchten die Mitglieder die Ausbildung der Rettungsschwimmer ausbauen. Hierfür wird eine weitere Puppe samt Zubehör benötigt.

Danach ins Warme

Und so machte sich die muntere Truppe in Badebekleidung dann auch standesgemäß auf den Weg in Richtung Wasser. Als jüngste Schwimmer wagten sich Tim Wagner und Rasmus Kalms, fünf und sechs Jahre, in die Fluten. Unter den Anfeuerungsrufen der Gäste schwammen die Mutigen ihre obligatorische Bahn zum gegenüberliegenden Beckenrand. In Handtücher gehüllt wanderten die Schwimmer hinüber ins Bewegungsbad – in wärmere Gefilde.

Quelle: HNA

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