Im Elbersdorfer Garten blühen 25 Rosenarten

+
Rosen, soweit das Auge reicht: Tatjana Reuter aus Elbersdorf hat ein großes Talent für die Rosenpflege.

Elbersdorf. So muss sich Dornröschen gefühlt haben: Wenn Tatjana Reuter aus den Fenstern des oberen Stockwerks schaut, blickt sie auf hunderte von Rosen. Die ranken sich dicht an dicht vom Garten in den ersten Stock hoch.

Eine einzige Pflanze sorgt für diese rosafarbene Blütenpracht, die das ganze Haus der Familie Reuter in Elbersdorf umrankt.

Tatjana Reuter ist stolz auf die Rosenflut, die sich über die ganze Fassade des Holzhauses ergießt. Vor sieben Jahren, berichtet die 42-Jährige, sei die Pflanze gerade einmal 20 Zentimeter groß gewesen. Heute hat sie den auf der Südseite gelegenen zehn Meter langen Balkon fest im Griff.

Einen schöneren Schmuck für ihr Haus kann sich die Erzieherin, die an der Spangenberger Burgsitzschule arbeitet, gar nicht vorstellen. Sie liebt Rosen. Und diese Liebe ist auch außerhalb der Sommerzeit völlig offensichtlich: Tatjana Reuter hat sich ihre Lieblingsblume auf die Schulter tätowieren lassen. Und das, obwohl sie gegen Rosen eigentlich allergisch ist. Wenn sie beim Zurückschneiden oder Hochbinden zulange mit den Rosenranken hantiert, bekommt sie juckende Quaddeln an Händen und Armen.

Doch selbst das schreckt Tatjana Reuter nicht. "Rosen sind alles andere als 08/15-Blumen. Sie haben eine starke Persönlichkeit", sagt sie. "Die passen damit einfach zu mir." Im Reuterschen Garten blühen 25 verschiedene Rosenarten - und längst nicht alle kennt die 42-Jährige.

Die Rose namens "Ayshire Queen" aber, die da so unbändig an der Fassade rankt, kennt Tatjana Reuter mittlerweile richtig gut. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine gängige Kletterrose, sondern um eine so genannte Rambler-Rose, die mit langen, biegsamen Trieben bis zu zehn Meter hoch rankt und dabei kleine, wildrosenartige Blüten entwickelt.

Im Garten in Elbersdorf findet die Pflanze anscheinend ideale Bedingungen, dort wächst sie schier über sich selbst hinaus.

Tatjana Reuter sieht das fürs Leben gerne. Im Sommer sagt sie, muss sie nicht in den Urlaub fahren: Mehr Ruhe und Erholung als im heimischen Garten finde sie nirgends auf der Welt. In der Tat bietet der Rosengarten, in dem man noch dazu einen wunderbaren Blick aufs Spangenberger Schloss hat, viel Ruhe. Bis auf munteres Vögelgezwitscher ist dort beim besten Willen nichts zu hören an diesem heißen Sommertag. "Das ist doch wie Urlaub", schwärmt Reuter.

Der Urlaub endet aber meistens mit der Rosenschere in der Hand. Denn Arbeit gibt es mehr als genug im Garten der Erzieherin, die mit Mann und Kindern im Elbersdorfer Neubaugebiet wohnt. Deshalb freut sie sich über Besuch: "Nur wenn Gäste da sind, setze ich mich auch mal hin." Hoffentlich bekommt sie in diesen Tagen viel Besuch. Ein bisschen Zeit zum Bewundern der ganzen Pracht muss einfach drin sein.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare