Schüler waren bei Forschungswettbewerb in China mit dabei

Eltern Sicherheit geben

Gewannen die Silbermedaille: Von links Klaus Peter Haupt, Kay Rübenstahl, Michelle Naass, Duo Qio und Martin Holfeld. Foto: privat

Homberg. Zu viel Melamin kann Säuglinge schädigen. Doch wie diesen Stoff im Milchpulver nachweisbar machen und so Müttern die Unsicherheit nehmen? Kay Rübenstahl, Michelle Naass und Duo Qio entwickelten gemeinsam einen solchen Nachweis und belegten sogar den 2. Platz beim chinesischen Entwicklungswettbewerb Castic (China Adolescents Science and Technology Contest).

Das Thema ihrer Forschung war die Entwicklung eines Nachweises von Melamin in Milchpulver, den jede Mutter ganz leicht zu Hause machen kann. Grund für ihre Forschung war ein Lebensmittelskandal im Jahr 2008 in China:

Viele Säuglinge erlitten damals Nierenschäden, weil Milchpulver mit Melamin gestreckt worden. In höherer Konzentration kann das für Kleinkinder schädlich sein.

Zwei Tage Präsentation

Um sich aber überhaupt in China beweisen zu können, nahmen die drei Schüler mit ihrer Entwicklung am Bundeswettbewerb von Jugend forscht teil. Dort belegten sie den 2. Platz und bekamen die Möglichkeit, Deutschland beim Wettbewerb in China zu vertreten und ihre Erfindung zu präsentieren.

Zwei Tage lang zeigten sie ihre Entwicklung neben 17 anderen internationalen Teams in den ehemaligen Expohallen, bis sich schließlich die Jury die Erfindung anschaute. Bei der Beurteilung seien auch negative Stimmen deutlich geworden, sagt Martin Holfeld, Lehrer an der Theodor-Heuss-Schule. Denn man habe, wenn auch ungewollt, chinesische Lebensmittel kritisiert.

Kay Rübenstahl, Michelle Naass und Duo Qio belegten dann aber trotz der Kritik nicht nur den 2. Platz. Ihnen wurde auch der Sonderpreis für ein besonders talentiertes Forschungsteam verliehen – ein Preis, der zum ersten Mal an eine internationale Gruppe vergeben wurde.

Auf ihrer Reise begleitet und bei den Forschungen unterstützt wurden die drei Schüler von ihren Betreuern Klaus Peter Haupt vom Schülerforschungszentrum Kassel sowie von Martin Holfeld. (chm)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare