Mehrwöchige Überprüfung

Elternkreis kritisiert Situation in Hephata

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Blick über das Hephata-Stammgelände in Treysa.

Schwalmstadt. Sie sind voller Anerkennung für die Betreuer ihrer schwerbehinderten Kinder - aber voller Sorge über die Neuausrichtung in der Behindertenhilfe in Hephata:

Seit dem Frühjahr besteht ein Kreis kritischer Eltern, der Antworten einfordert und teils schwerwiegende Vorwürfe gegen das Hessische Diakoniezentrum Hephata erhebt, wo über 2600 Menschen ihren Arbeitsplatz haben.

Vor allem die Personalsituation bemängelt der Kreis von rund 20 Eltern, der sich schlicht „Stammtisch“ nennt. „Uns hat die Not zusammen gebracht“, sagt Christa Hochstadt, zusammen mit Silvanna Wackernagel und Bernd Huwer Beauftragte dieses Kreises. Sie beklagen vor allem, dass im Bereich Behindertenhilfe engagiertes Personal stark abgebaut werde und Verträge befristet würden, Geschäftsbereichsleitung sowie die Direktoren würden Fragen und Kritik abblocken. Ihrer Ansicht nach stehen die Mitarbeiter unter schwerem Druck und es gebe vermehrt Mängel in der Pflegequalität, viele Eltern hätten das Vertrauen in die Hephata-Diakonie verloren.

Deshalb hat der Kreis energisch Kontakt zum Kostenträger, dem LWV (Landeswohlfahrtsverband) und der Heimaufsicht beim Regierungspräsidium Kassel, gesucht und eine mehrwöchige Überprüfung erwirkt.

Von Anne Quehl

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Quelle: HNA

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