Emilie und Wilhelm Bertelmann feiern ihre Diamantene Hochzeit

Das Leben ist eine Herrlichkeit: Wilhelm und Emilie Bertelmann sind seit 60 Jahren ein Ehepaar, feiern heute in der Wettesinger Wiesenstraße 1 ihre Diamantene Hochzeit. Foto: zih

Wettesingen. Wenn Wilhelm Bertelmann und seine Frau Emilie alljährlich am 25. April in ihrem Haus in der Wettesinger Wiesenstraße 1 ihren Hochzeitstag feiern, dann mit einem Ritual. Zum Essen gibt es Kartoffelsalat mit Bratwurst und auf dem Esstisch steht ein Strauß Rosen. Am Donnerstag jährt sich die Tradition das 60. Mal.

Als sich Wilhelm und Emilie Bertelmann am 25. April 1953 heirateten, er in einem vom Onkel geschneiderten Anzug, sie im weißen Brautkleid und gelben Rosen im Arm, wurde beim anschließenden Festmahl für 90 Gäste Kartoffelsalat mit Bratwurst aufgetischt. Heute blicken beide auf einen erfüllten Lebensweg zurück – sie feiern ihre Diamantene Hochzeit. Erste Gratulanten werden ihre drei Kinder mit ihren Familien sein. Dazu zählen sieben Enkel sowie ein Urenkel.

Emilie Bertelmann, die am 18. September 1930 in Wettesingen geboren wurde: „Als unseren damaligen Trauspruch hatten wir uns einen Satz von Rainer-Maria Rilke ausgesucht: „Das Leben ist eine Herrlichkeit.“ Dieser Spruch hat für uns bis zum heutigen Tag Gültigkeit.“

Emilie und Wilhelm kennen sich von Kindesbeinen an. Während der Schulzeit nahm aber keiner vom anderen Notiz. Als 1946 in Wettesingen ein Tanzkurs stattfand, fragte Wilhelm seine spätere Ehefrau, ob sie seine Abschlussballpartnerin sein möchte. Emilie willigte ein, „doch danach war zwischen uns wieder Sendepause.“ Man traf sich zwar in den Wintermonaten bei den Spinnstubenabenden, so richtig zwischen den beiden funkte es dann aber während eines Kappen- und Kostümballs im Saal der Rathausgaststätte. Emilie: „Da haben wir uns das erste Mal so richtig in die Augen geschaut und wussten: Wir sind füreinander bestimmt.“

Keiner von den beiden hat den Schritt zum gemeinsamen Lebensweg bis heute auch nur eine Sekunde lang bereut. Wilhelm Bertelmann, am 15. Juni 1929 in Wettesingen geboren, wird von allen liebevoll Onkel Wilhelm genannt. Der Bauschlosser, der 1958 in den Technischen Dienst der Post wechselte, hat kommunalpolitisch und gesellschaftlich in Vorstandsfunktionen über Jahrzehnte hinweg seinen Heimatort mitgeprägt. Emilie, die Lehrerin werden wollte, arbeitete, nachdem die Kinder „aus dem Gröbsten waren“, ebenfalls bei der Post und bei einem Versandhaus. Sie ist Mitbegründerin des Wettesinger Landfrauenvereins, arbeitete dort 20 Jahre lang im Vorstand und gestaltete ebenfalls 20 Jahre lang den Kindergottesdienst mit. (zih)

Quelle: HNA

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