Bad Emstaler Stefan Giebel unterliegt bei Landratswahl in NRW

Unterlag bei der Landratswahl: Stefan Giebel. Foto:  nh

Bad Emstal. Dr. Stefan Giebel unterlag am Sonntag bei der Wahl zum Landrat im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen (NRW). Der Bad Emstaler holte rund 30 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er war für die SPD angetreten.

„Natürlich hätte ich mir mehr gewünscht. Doch im Vergleich zu dem bisherigen Ergebnis 2009 der SPD konnten wir im Kreis Steinfurt weiter zulegen“, sagte Giebel auf HNA-Nachfrage. „Wir haben einen sehr guten Wahlkampf gemacht. Das Wahlkampfteam war großartig“, sagte Giebel. Die richtigen Themen wie Integration der Flüchtlinge, Soziales und Mobilität habe er angesprochen. Man hätte nichts besser machen können. „Ich habe alle 24 Städte und Gemeinden besucht. Unsere Themen waren gut. Es hat leider nicht gereicht. Ich hätte es mir sehr gewünscht, im Kreis Steinfurt bleiben zu können.“

Er habe die Chance wahrgenommen und Erfahrungen gesammelt. „Ich werde die Menschen im Kreis Steinfurt und die Ortsvereine vermissen.“ Für einen Hessen habe er sich gut in die aktuelle politische Debatte einarbeiten und einbringen können.

Vorerst keine Politik

Den Wahltag selbst habe er in der Flüchtlingsinitiative in Emsdetten verbracht „und mich als Privatmann für die Situation der Flüchtlinge interessiert“.

Giebel leitet den Kriminologischen Dienst für den Justizvollzug Thüringen in Gotha. In diesem Job will er bleiben, zumindest vorerst. „Vielleicht stelle ich mich nochmals für einen Wahlkampf oder ein politisches Amt zur Verfügung. Mir würde es sehr am Herzen liegen, auch politisch gestalten zu können und nicht nur zu verwalten.“

In der CDU-Region Steinfurt hat der Christdemokrat Dr. Klaus Effing am Sonntag mit 57,74 Prozent den Sieg geholt. Der Kreis hat rund 435 000 Einwohner.

Stefan Giebel stellte sich im Mai 2014 bereits als Bürgermeister-Kandidat in Homberg zur Wahl. Dort scheiterte er. Ebenfalls im vergangenen Jahr zog er eine Kandidatur kurz vor der Bürgermeisterwahl in Ahnatal zurück.

Von Julia Renner

Quelle: HNA

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