Bad Emstaler Tennishalle wird keine Flüchtlingsunterkunft

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Abgehakt: Die Tennishalle an der B 450 bei Bad Emstal kann wegen einer zu schwach dimensionierten Kanalisation nicht als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

Bad Emstal. Die Tennishalle in Bad Emstal wird vorerst nicht als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Das sagte am Freitag Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel.

Grund für diese Entscheidung seien Probleme bei der Abwasserbeseitigung. Die Infrastruktur sei nicht in der Lage, die Abwassermenge zu bewältigen, die bei 400 Menschen anfällt. „Es hätten etwa 300.000 Euro investiert werden müssen“, sagt Kühlborn. Von dem Geld hätten Arbeiten an der Freileitung bezahlt und drei Hydraulikpumpen installiert werden müssen, um das Abwasser über den Berg zur Kläranlage nach Merxhausen zu transportieren.

Da die Aufenthaltsdauer der Flüchtlinge in Notaufnahmen aber gering sei, erscheine die Ausgabe in dieser Größenordnung nicht sinnvoll. Das Land, das im Rahmen des Katastrophenschutzes für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig ist, sei nicht bereit, die Summe zu übernehmen. Derzeit sei unklar, wo die Flüchtlinge unterkommen sollen, wenn der Landkreis kurzfristig den Einsatzbefehl zur Übernahme erhalten sollte, sagt Kühlborn.

In der Hinterhand habe der Landkreis zwei Alternativen, diese befänden sich aber nicht im Wolfhager Land. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stehe nur fest: In Grebenstein können 500 Personen notfallmäßig aufgenommen werden.

Quelle: HNA

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