Ende der Dauerbaustelle

Blick ins Kanalnetz: Vor der Freigabe der Straßen prüften von links Ingolf Bittermann, Doreen Fröhlich und Willi Franke den Aufbau und die Dichtigkeit der Kanalschächte. Foto: Grugel

Malsfeld. Annalies und Ludwig Dittmar erinnern sich an den 30. April noch, als sei es gestern gewesen: Vor acht Monaten kamen sie mit ihren Koffern unterm Arm aus dem Urlaub und konnten nicht mehr durch ihre Gartentür ins Haus. Denn Stunden zuvor waren die Bauarbeiten am Ostheimer Lindenring gestartet.

Am Montag nun rückten die Bagger und Asphaltmaschinen wieder ab – das macht im Ort neben den Dittmars auch vielen anderen gute Laune.

„Alle freuen sich“, bringt Ortsvorsteherin Cornelia Rübenkönig die Stimmung im 420-Seelen-Dorf auf den Punkt.

Dazu muss man wissen: Seit gut zehn Jahren leben die Ostheimer mit Baustellen: Straßen wurden erneuert, ein Haus abgebrochen, die Hochlandhalle gebaut, der Dorfplatz gestaltet und vieles mehr in Angriff genommen. Die jüngsten Bauvorhaben waren wegen der 850-Jahrfeier dann sogar noch einmal um ein Jahr hinausgeschoben worden. Seit Montag nun ist das Dorf erst einmal runderneuert und die Ortsvorsteherin bilanziert: „Der Ort hat gewonnen.“

Vier Straßen haben die Gemeinde Malsfeld und Hessen mobil seit April saniert. Dabei steckte allein die Gemeinde nach eigenen Angaben 861 000 Euro in neue Kanäle, Trinkwasserleitungen und Gehwege.

Hessen mobil verbaute zusätzlich in der Wiesenstraße, der Mosheimer und der Sipperhäuser Straße sowie am Lindenring in mehreren Abschnitten nach eigenen Angaben Landesgeld in Höhe von 520.000 Euro.

Thomas Stegemann von der Malsfelder Gemeindeverwaltung war am Montag auch in Ostheim unterwegs, um jede Menge Verkehrszeichen aus ihren Verpackungen zu schälen und Ampeln abzubauen. Denn seit gestern heißt es wieder freie Fahrt durchs Dorf.

Auch die Busse rollen wieder nach Plan durch Ostheim. Sie halten beispielsweise wieder in der Ortsmitte am überdachten Haltepunkt und nicht mehr an der provisorischen Haltestelle am Friedhof.

Und auch Auswärtige etwa aus den Nachbardörfern Mosheim und Lengemannsau können sich freuen: Sie brauchen Ostheim seit gestern nicht mehr weiträumig zu umfahren. (lgr)

Quelle: HNA

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