Zwesten: Bis Ende Dezember wird in Brunnenstraße gebaut

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Zwesten: Bis Ende Dezember wird in Brunnenstraße gebaut

Bad Zwesten. Es klafft ein großes Loch in Bad Zwesten und das sollte eigentlich bald wieder verschlossen werden. Jetzt steht fest, die Arbeiten dauern noch länger an. Bis Ende Dezember wird mit der Fertigstellung gerechnet.

In der Brunnenstraße wird vom Ortseingang bis zur Südstraße gebaut. Die beschädigte Straßendecke und die maroden Abwasserrohre hatten eine Sanierung notwendig gemacht. Die Kosten dafür belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro, die größte Baumaßnahme in Bad Zwesten der vergangenen Jahre. Das Land Hessen trägt davon 750000 Euro.

Rücksicht auf Anwohner

Regen hat in den vergangenen Tagen die Baustelle in eine Schlammpfütze verwandelt. Die Straße ist für Autos fast nicht zu befahren. Die Arbeiter nehmen Rücksicht auf die Bewohner. "Wir achten immer darauf, dass die Leute zu ihren Häusern kommen", ruft ein Arbeiter schnell von seinem Fahrzeug und fährt weiter.

Petra Hartung trägt die Post in Bad Zwesten aus, sie muss täglich mit ihrem gelben Auto durch die Baustelle fahren. "Ich musste schon manchmal ein Stück weiter laufen, aber das macht nichts", sagt die Briefträgerin.

Die Anwohner freuen sich über jeden Tag, an dem die Baustelle eher beendet wird. Mitten in der Baustelle liegt das Vier-Sterne-Landhotel Kern. Inhaberin Irma Kern hat seit Beginn der Bauarbeiten schon einiges mitmachen müssen. "Wir sind schon mit den Gästen auf Parkplatzsuche am Friedhof gegangen", erzählt sie. Durch die Lärmbelästigung reisten auch einige Besucher eher ab.

Viel Mühe hatten die Hotelmitarbeiter, als ein Bierlieferant einmal zurück nach Kassel gefahren ist, da ihm gesagt wurde, er könne die Brunnenstraße nicht passieren. Anwohnerin Tanja Wernecke nimmt die Bauarbeiten gelassen hin: "Ich fühle mich nicht beeinträchtigt." Sie kann auf ihrem Grundstück parken und muss nicht wie andere Anwohner lange nach einem Parkplatz suchen. Im Frisörsalon ihrer Mutter musste an einem Tag das Wasser abgestellt werden. "Aber sowas gehört eben dazu", sagt Tanja Wernecke, Nur einmal, als das ganze Haus durch Bohren der Baumaschinen vibrierte, war ihr mulmig zumute.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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