Gedenkstein zum Abschied: Staffel des Kampfhubschrauberregiments verabschiedet

Ende einer Patenschaft

Bekannte Gesichter: Die Soldaten am neuen Gedenkstein zur Erinnerung an die Patenschaft. Der Basaltstein trägt die Wappen von Großenenglis und der Stabsstaffel, der Schriftzug wurde auf einem Teilstück eines Rotorblattes einer BO 105 angebracht. Foto: privat

Großenenglis. Die Strukturreformen der Bundeswehr zeigen auch ihre Auswirkungen in Borken. Dort trifft es vor allem den Stadtteil Großenenglis. Bereits die zweite Partnerschaft mit einer Einheit der Bundeswehr gibt es bald nicht mehr. Und diese fiel nicht dem mangelndem Engagement, sondern dem Rotstift zum Opfer.

Die 1986 unterzeichnete Patenschaftsurkunde mit der Panzerpionierkompanie 50 endete 1996; die im Juni 2008 gegründete freundschaftliche Bande mit der Stabsstaffel des Kampfhubschrauberregiment 36 „Kurhessen“ aus Fritzlar steht kurz vor dem Ende.

Gedenkstein als Dank

Zur letzten gemeinsamen Veranstaltung hatte der Ortsbeirat nach Großenenglis geladen. Dabei überreichte Ortsvorsteher Günther Beisheim eine Fotocollage mit Bildern aus den vergangenen sechs Patenschaft-Jahren an Hauptmann Jan Färber. Die Stabsstaffel revanchierte sich mit der Aufstellung eines Gedenksteins.

Oft waren die Soldaten in Großenenglis zu Gast, so etwa bei Bollerwagenfahrten, Dämmerschoppen, Theaterabenden und zu geselligen Runden bei der Inbetriebnahme der Weihnachtsbeleuchtung.

Die Soldaten engagierten sich bei den Umzügen zur jährlichen Kirmes, unterstützten die Arbeitseinsätze auf dem Grillplatz, überreichten Spenden für den Kindergarten, standen Spalier beim Volkstrauertag, engagierten sich beim Borkener Stadtfest, organisierten ein Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps und halfen mit bei der Organisation beim öffentlichen Gelöbnis im Blumenhain-Stadion der Kernstadt Borken.

Der Ortsbeirat, so Ortsvorsteher Günther Beisheim, wolle sich erneut um eine Patenschaft bemühen. Erste Kontakte zur neuen Division in Stadtallendorf, die Division Schnelle Kräfte (DSK), zu der seit dem 1. Januar auch die Fritzlarer Heeresflieger gehören, seien geknüpft. „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir erneut eine Patenschaft mit einer Einheit vom Standort Fritzlar eingehen werden“, so Beisheim.

Hauptmann Jan Färber, Staffelkapitän der Pateneinheit, betonte, dass die Soldaten quasi als Mitbürger in Uniform in Großenenglis integriert gewesen seien und noch sind. „Wir sind von der Bevölkerung nicht nur akzeptiert, sondern stets gut aufgenommen worden und fühlten uns auch immer gut aufgehoben“, sagte Färber. Beim anschließenden Dämmerschoppen, zu dem natürlich auch die Großenengliser eingeladen waren, wünschte Ortsvorsteher Günther Beisheim den Soldaten für ihre Zukunft alles Gute und reichlich Soldatenglück. (red)

Quelle: HNA

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